Recklinghausen-Suderwich. Schon Anfang des Jahres haben wir über das wichtige Thema Alkohol informiert (https://www.nak-sbw.de/db/8164494/Startseite/Dry-heisst-keinen-Alkohol), welches wir hiermit fortsetzen wollen, um weitere Problematiken des Alkoholkonsums zu beleuchten.
So zeigt eine aktuelle Untersuchung des Projekts Lebensmittelklarheit der Verbraucherzentrale, dass die Angaben zum Alkoholgehalt bei entalkoholisierten Weinen oft unklar oder widersprüchlich sind.
Fehlende oder versteckte Angaben
Die Untersuchung umfasste 42 entalkoholisierte Weine, die im April 2026 in Berlin in großen Handelsketten (Edeka, Kaufland, Jacques’ Weindepot, Getränke Hoffmann) erhältlich waren. Bei 5 der 42 getesteten Weinen fehlte die Prozentangabe zum Alkoholgehalt komplett. Bei anderen Produkten war die Angabe zwar vorhanden, aber unübersichtlich platziert – z. B. groß mit „0 % vol.“ auf der Vorderseite, während auf der Rückseite ein Alkoholgehalt von bis zu 0,5 % Volumenprozent stand.
Rechtliche Situation: Nach europäischem Weinrecht gilt ein Wein als „entalkoholisiert“, wenn er maximal 0,5 % Alkohol enthält. Selbst bei der Angabe „0,0 % vol.“ können noch Spuren von Alkohol (bis zu 0,05 %) enthalten sein.
Forderung der Verbraucherzentrale
Die Verbraucherzentrale fordert klare und einheitliche Angaben zum Alkoholgehalt auf der Vorderseite der Flasche, um Verbraucher:innen nicht zu verwirren. Die aktuelle Praxis sei „kein Versteckspiel“, sondern verbraucherunfreundlich.
Kernproblem: Die Kennzeichnung ist oft irreführend, obwohl die Rechtslage klar ist. Die Verbraucherzentrale fordert transparente und leicht auffindbare Informationen für Verbraucher:innen.
Suchtproblem
Für gesunde Menschen stellt der geringe Restalkohol in alkoholfreien Getränken kein Problem dar, er kann weder eine körperliche Abhängigkeit auslösen noch das Verlangen nach Alkohol verstärken. Es ist eine gute Alternative für Menschen, die auf Alkohol verzichten möchten, ohne auf den Geschmack zu verzichten:
Fazit beim Thema Sucht
Für Personen mit einer ehemaligen Alkoholabhängigkeit sind auch „alkoholfreie“ Alternativen (egal ob <0,5 % oder 0,0 %) nicht zu empfehlen.
Vorteile für die Gesundheit
Alkoholfreie Alternativen enthalten keine oder deutlich weniger Kalorien als ihre alkoholhaltigen Pendants. Da kein relevanter Alkohol konsumiert wird, entfällt die Belastung für Leber, Herz und Gehirn. Einige alkoholfreie Biere oder Weine können durch Zucker oder Zusatzstoffe mehr Kalorien enthalten als erwartet. Hier lohnt ein Blick auf die Nährwerttabelle.
(Quelle: Verbraucherzentrale)
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