Recklinghausen-Suderwich. Habt ihr schon mal von Viszeralfett gehört? Viszeralfett ist gefährliches Fettgewebe, das sich rund um die Organe im Bauchraum legt. Von außen ist das nicht unbedingt sichtbar, auch schlanke Menschen können Viszeralfett in ihrem Körper bilden.
Dieses Fett ist besonders stoffwechselaktiv. Es produziert verschiedene Hormone und Botenstoffe, die den Stoffwechsel negativ beeinflussen und Entzündungsprozesse fördern können.
Zuviel Bauchfett kann deswegen auf Dauer schädlich sein. Es besteht die Gefahr für erhöhten Blutdruck, Diabetes Typ 2 und Fettleber, u. a. entzündliche Krankheiten wie Rheuma, Arthrose, Schuppenflechte, Akne und auch Depressionen können verstärkt werden.
Ursachen liegen meist in einem ungesunden Lebensstil, wie stark verarbeitete Lebensmittel, zu viel Zucker und einfache Kohlenhydrate, Alkohol, der die Fettverbrennung hemmt, sowie zu wenig Bewegung.
Was kannst du tun, wenn du betroffen bist?
Um Fettreserven abzubauen, braucht dein Körper weniger Energie als er verbraucht. Also, weniger Kalorien einnehmen. Das heißt aber nicht, dass Crash-Diäten schnell zum Ziel führen. Du brauchst eine Diät, die sich gut in deinen Alltag integrieren lässt. Intervallfasten wäre hier eine gute Option mit längeren Essenspausen über den Tag, oder einzelne Fastentage.
Deine Ernährung sollte nun einige wichtige Bausteine enthalten: Viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, ausreichend Eiweiß, gesunde Pflanzenöle mit ungesättigten Fettsäuren, sowie aus Nüssen und Samen. Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel solltest du meiden. In einer Studie in der Berliner Charité wurde festgestellt, dass eine Ernährung mit vielen ungesättigten Fetten zu Abnahme führt.
Wichtig: Esst möglichst natürlich. Viel Pflanzenkost und vollwertige Lebensmittel sättigen und liefern dir wichtige Nährstoffe.
Außerdem wichtig: Sport! Viel Bewegung unterstützt den Fettabbau. Allerdings kann man sich Bauchfett nicht abtrainieren, aber regelmäßige Bewegung kann Körperfett reduzieren und den Stoffwechsel unterstützen. Besonders effektiv ist eine Kombination aus Krafttraining und Ausdauertraining.
Krafttraining baut Muskeln auf, erhöht den Energieverbrauch und unterstützt den Stoffwechsel. Botenstoffe wie Myokine werden freigesetzt, die entzündungsregulierende Effekte haben können.
Ausdauertraining verbraucht Energie und verbessert die allgemeine Fitness. Bewegung im Alltag ist wichtig: Treppen statt Aufzug nehmen, Fahrradfahren anstatt Auto, längere Spaziergänge.
(Quelle: NDR Ernährungsdocs)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.