Recklinghausen-Suderwich. Bei der aktuellen Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius kann sich ein geparktes Auto auf mehr als 60 Grad aufheizen. Kinder und Haustiere dürfen niemals im Fahrzeug zurückbleiben – auch nicht für wenige Minuten! Medikamente, Akkus und elektronische Geräte können durch die anhaltende Hitze dauerhaft geschädigt werden.
Verantwortlich ist ein physikalischer Effekt, den viele aus der Klimaforschung kennen. Sonnenlicht gelangt durch die Scheiben in den Innenraum und erwärmt dort die Oberflächen. Die entstehende Wärme kann anschließend nur eingeschränkt wieder entweichen. Das Fahrzeug wird dadurch innerhalb kurzer Zeit zur Wärmekammer.
Viele Menschen verlassen sich auf vermeintliche Schutzmaßnahmen. Doch weder ein weißes Auto noch ein leicht geöffnetes Fenster verhindern die starke Aufheizung zuverlässig. Zwar können helle Lacke die Erwärmung der Karosserie etwas reduzieren. Für die Temperatur im Innenraum spielt jedoch vor allem die Sonneneinstrahlung durch die Glasflächen eine Rolle.
Die größte Gefahr betrifft Menschen und Tiere. Immer wieder unterschätzen Fahrzeughalter:innen, wie schnell kritische Temperaturen erreicht werden. Schon wenige Minuten können ausreichen, um einen medizinischen Notfall auszulösen.
Kinder sind besonders gefährdet. Ihr Körper erwärmt sich schneller als der von Erwachsenen. Gleichzeitig können sie ihre Körpertemperatur weniger effektiv regulieren. Die Folge sind Kreislaufprobleme, Hitzschlag und im schlimmsten Fall Organversagen.
Auch Hunde und Katzen geraten rasch in Lebensgefahr. Sie können Wärme nur eingeschränkt über Schwitzen abgeben und sind auf das Hecheln angewiesen. Steigt die Temperatur im Fahrzeug, verliert dieser Kühlmechanismus zunehmend an Wirkung.
Besonders kritisch ist Hitze für Arzneimittel. Viele Medikamente sollen laut Hersteller bei Temperaturen zwischen 15 °C und 25 °C gelagert werden. Wird dieser Bereich deutlich überschritten, können sich Wirkstoffe verändern oder abbauen.
Das gilt unter anderem für:
Das Problem: Der Schaden ist oft nicht sichtbar. Ein Medikament kann äußerlich völlig normal aussehen und dennoch einen Teil seiner Wirksamkeit verloren haben.
Auch moderne Elektronik reagiert empfindlich auf hohe Temperaturen. Lithium-Ionen-Akkus fühlen sich bei Temperaturen zwischen etwa 15 °C und 35 °C am wohlsten. Wird es dauerhaft wärmer, altern die Zellen schneller. Die Kapazität nimmt ab, die Leistung sinkt und die Lebensdauer verkürzt sich.
Von Akku-Bränden muss man bei einem normalen Sommertag zwar nicht ausgehen. Hitze erhöht jedoch die Belastung der Zellen. Problematisch wird es vor allem dann, wenn Geräte bereits beschädigt sind oder gleichzeitig geladen werden. Wer sein Smartphone regelmäßig im heißen Auto liegen lässt, wird häufig feststellen, dass der Akku schon nach wenigen Jahren deutlich an Leistung verliert.
Wer nach dem Einkauf noch mehrere Besorgungen erledigt, sollte vorsichtig sein. Der Innenraum eines Autos bietet im Sommer ideale Bedingungen für Bakterien. Besonders empfindlich sind:
Bereits kurze Aufenthalte im heißen Fahrzeug können die Haltbarkeit erheblich verkürzen. Kühlwaren sollten deshalb möglichst zuletzt gekauft und anschließend direkt nach Hause transportiert werden. Kühltaschen oder Kühlboxen schaffen zusätzliche Sicherheit.
(Quelle: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/verkehr/was-sie-bei-hitze-niemals-im-auto-liegen-lassen-sollten/)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.