Recklinghausen-Suderwich. Essen ist oft emotional. Da sitzt du gemütlich auf der Couch mit Knabbereien. Oder auf der Arbeit gibt es Stress und als Ausgleich wird genascht.
Oder du bist mit Freunden zusammen und es wird geschlemmt. Essen ist eben öfter mehr als Hunger zu stillen. Oft essen wir aus Langeweile und auch bei Traurigkeit. Manchmal willst du dich vielleicht auch für etwas belohnen. Diese emotionalen Kalorien landen dann sofort an Bauch und Hüfte.
Bewusst essen kannst du lernen. Analysiere kurz für dich: Warum möchtest du jetzt essen – um dem Impuls zu folgen, wenn es wirklich „echter“ Hunger ist? Die Ernährungswissenschaftler unterscheiden sieben verschiedene Hungerarten. Als „echter“ Hunger zählt nur der sogenannte Zellhunger, also, wenn tatsächlich ein Energiebedarf besteht.
Andere Hungerformen sind z. B.:
„Erste Hilfe“ bei emotionalem Hunger: 10 bis 20 Minuten Ablenkung helfen, wie beispielsweise ein kurzer Spaziergang, aufräumen, telefonieren und so weiter. Du kannst auch kurz innehalten und dich ehrlich fragen: Wird mir das Essen jetzt helfen? Wird es mir besser gehen?
Oft ist es so, dass nach einer Nascherei ein Gefühl von Scham, oder ein schlechtes Gefühl auftritt und nicht das Gefühl einer angenehmen Sättigung und Befriedigung.
Bei echtem Hunger, also Zellhunger, gilt, bewusst genießen und nicht im Stehen, Gehen oder vor dem Fernseher. Jeder Bissen sollte langsam und lange gekaut und mit allen Sinnen wahr genommen werden.
Achte auf die Portionsgröße: Eine magenfüllende Portion sollte nicht größer als 2 Fäuste sein. Fülle 50 Prozent deines Tellers mit Gemüse und nimm nur kleine Bissen. Zwischendurch solltest du kurze Pausen einlegen, damit das Sättigungsgefühl einsetzen und erkannt werden kann.
(Quelle: Ernährungsdocs NDR)
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