Recklinghausen-Suderwich. Wer kennt es nicht: Du öffnest die Waschmaschinentür und ein ekliger Geruch schleicht sich in die Nase? Eigentlich, so sollte man denken, reinigt die Waschmaschine ja nicht nur die schmutzige Wäsche, sondern auch sich selbst. Aber ganz so einfach ist die Sache leider nicht.
Auch unsere Waschmaschine braucht hin und wieder etwas Pflege! Wie das Wellnessprogramm für deine Maschine aussieht und was du gegen müffelnde Waschmaschinen unternehmen kannst, wollen wir in diesem Artikel beleuchten.
Zuerst einmal sollte nasse Wäsche nicht lange in der Maschine bleiben und nach dem Waschgang Gummidichtungen und Rillen trocken gewischt werden. Die Tür der Waschmaschine sollte nach der Wäsche offen bleiben, um die Trommel trocknen zu lassen. Feuchtigkeit, Wasch- und Weichspülerrückstände, Staub und Haare, bilden einen optimalen Nährboden für Keime und Schimmel, welche unangenehme Gerüche verbreiten können.
Das Waschpulver-Einfüllfach und das Flusensieb sollte auch gelegentlich einer gründlichen Reinigung unterzogen werden. Dazu wird die Waschmittelschublade herausgezogen, eingeweicht, mit einer Zahnbürste die Ecken und Rillen gereinigt und trocknen gelassen. Das Flusensieb sitzt im unteren Teil der Maschine und ist meist von einer Klappe verdeckt. Nach Öffnen dieser, wird mit dem Schlauch zuerst das noch vorhandene Wasser abgelassen, dann das Sieb nach Anleitung entfernt und mit der Zahnbürste gereinigt.
Ein weiteres Problem ist, dass immer mehr Kleidung nur in Niedriggrad-Waschgängen gewaschen werden darf, oder die niedrigere Temperatur gewählt wird, um Energie zu sparen. Zum Abtöten von Keimen und Lösen der Seifenreste braucht es aber höhere Temperaturen. Also ruhig öfter einmal eine 60-Grad-Maschine anstellen oder sogar noch besser, gelegentlich das Kochwäsche-Programm wählen (ein Tipp vom Profi). Handtücher, Trockentücher und die meisten Putzlappen vertragen diese Prozedur sehr gut und danach sind Wäsche, Maschine und auch die Leitungen garantiert keimfrei.
Wer ganz sicher gehen will, lässt die Maschine im Reinigungsmodus leer laufen und fügt einen handelsüblichen Waschmaschinenreiniger nach Anleitung zu. Eine natürliche Alternative und bewährtes Hausmittel ist Natron, denn es wirkt gegen Gerüche, Bakterien und Schimmel. Davon werden etwa 50 Gramm in die Waschmittelschublade gegeben und die Maschine wird leer gestartet. Anschließend sollte das Waschmittelfach gründlich gereinigt werden.
Wichtig kann auch die Wahl der Produkte sein: Weichspüler, Hygienespüler oder Wäschedüfte können durch Chemikalien, Desinfektionsmittel und Duftstoffe das Abwasser unnötig belasten. Außerdem können einige dieser Stoffe Allergien auslösen oder die Haut reizen. Aus diesem Grund raten Verbraucherzentralen, diese Produkte einfach zu meiden.
(Quellen: www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/wohnen; SWR/Leben/Verbraucher 04.02.2025 von Antje Kühlmorgen)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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