Recklinghausen-Suderwich. Der Schlaf beeinflusst die Ernährung – schlechte Ernährung verschlechtert den Schlaf. Wer abends zuviel und schwer verdauliche Lebensmittel isst, schläft sehr wahrscheinlich schlecht. Schlafmangel ist nervig und kann unseren Appetit verändern.
Es gibt Untersuchungen, die zeigen, wer nur fünf Stunden schläft, hat mehr Ghrelin, ein Hungerhormon, im Blut. Dadurch isst man größere Portionen. Zudem hat man große Lust auf hochkalorische, fettige und süße Lebensmittel. Unser natürlicher Biorhythmus arbeitet so, dass unser Verdauungssystem nachts zurückfährt und erst wieder in den Morgenstunden aktiv wird. Wir stressen also unseren Darm, wenn wir abends zuviel und zu ungesund essen.
Schlafmangel kann aber auch den Blutzucker-Stoffwechsel verändern, d. h. dass die Körperzellen schlechter auf Insulin reagieren. Und das fördert die Einlagerung von Fett und macht auf Dauer krank.
Nach dem Einschlafen sinken Herzschlag und Blutdruck. Dafür werden Wachstumshormone ausgeschüttet, die die Regeneration fördern und den Stoffwechsel regulieren. In der zweiten Nachthälfte steigt das Hormon Cortisol an, um den Körper aufs Aufwachen vorzubereiten. Schlechter Schlaf stört den Hormonhaushalt und beeinträchtigt den Stoffwechsel. Gehirn und Darm sind während des Schlafs eng miteinander verbunden. Sie sollen sich erholen. Essen stresst beide unnötig. Frische Luft und Sonnenlicht helfen uns und unserem Körper, den inneren Rhythmus etwas nach vorne zu schieben. Wenn du besser schläfst, hast du weniger Appetit auf Ungesundes!
Welche Lebensmittel am Abend?
Kleinere Mahlzeiten mit Proteinen und wenig Kohlenhydraten sind am Abend ideal. Pflanzliche Proteine sind besser verdaulich. Milchprodukte, Früchte wie Bananen oder Blaubeeren, Nüsse und Hülsenfrüchte enthalten viel Aminosäure Tryptophan. Diese wird nach der Aufnahme in Serotonin umgewandelt und im Dunklen dann in Melantonin. Dadurch werden wir müde. Frischer Salat vor dem Schlafengehen ist keine gute Idee. Um Rohkost zu verdauen braucht der Darm viel Energie. Deswegen ist es besser gedünstetes Gemüse zu sich zu nehmen.
Alkohol am Abend macht müde und schläfrig. Aber nach dem Einschlafen setzt die Traumphase zu früh ein. Der Schlaf wird unruhig, man bewegt sich zuviel im Bett, wacht womöglich auf und kann nicht mehr einschlafen.
Unsere Tipps:
(Quelle: NDR - Ernährungsdocs)
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