Recklinghausen-Suderwich. Wer im Internet unterwegs ist, wird vielleicht das ein oder andere Mal schon damit konfrontiert worden sein: Der schicke Sneaker, der sonst überall ausverkauft ist, Elektronikartikel bei deren super günstigen Preise man schon beinahe schwach werden muss. Doch Achtung, hier könnte es sich um so genannte Fakeshops handeln!
Ein Fakeshop kommt oft seriös und mit ausgeklügeltem Shop-Design einher. Bestellt man aber etwas, kommt trotz der Bezahlung keine Ware an. Diese Shops wurden auch nicht für den Verkauf von Gütern, sondern lediglich als betrügerische Masche konzipiert, um ahnungslosen Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen. Denn ist das Geld erst einmal weg, ist es sehr schwierig zurückzuholen.
Wie man Fakeshops erkennt und wie man sich als Verbraucher schützen kann, wollen wir in diesem Artikel beleuchten. Zuerst einmal sollte man stutzig werden, wenn die angebotenen Produkte viel zu günstig sind oder ansonsten schwierig zu bekommen sind. Auch locken die Anbieter oft mit saisonalen Artikeln oder erzählen rührselige Geschichten von Geschäftsauflösungen, aufgrund derer man nun diese Designer-Tasche zum Schnäppchen-Preis erwerben könne.
Weiterhin sollte man das Impressum des Shops genau anschauen: Fehlt es ganz, klingt es fehlerhaft oder fehlen die AGBs, sollte man weiter nachforschen und nicht einfach bestellen. Das gleiche gilt für die Domain (für Menschen merkbar gemachte sonst komplizierte IP-Adresse, wie z.B. google.de), wirkt sie irgendwie merkwürdig und unstimmig, sollte Vorsicht geboten sein.
Ein weiteres Merkmal sind die angebotenen Zahlungsmodalitäten. Wird lediglich Vorkasse per Überweisung oder Kreditkarte angeboten? Kauf auf Rechnung oder Bezahlung per PayPal (hier ist der Käuferschutz integriert) ist nicht wählbar? Keine gute Idee hier zu bestellen. Auch wenn die Kunden-Bewertungen zu positiv ausfallen und einseitig verfasst wurden, sollte man skeptisch hinterfragen.
Wie kann ich mich schützen?
Schützen kann sich der Verbraucher zum einen durch eigenes kritisches Hinschauen oder, um ganz sicher zu gehen, hat die Verbraucherzentrale einen eigenen Fakeshop-Finder entwickeln lassen. Dort gibt man die URL ein und nach einigen Sekunden Wartezeit bekommt man die Antwort in Form eines Ampelsystems: Grün bedeutet, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt, bei gelb sollte man vorsichtig sein und weitere Nachforschungen betreiben (Service-Telefonnummer ausprobieren, eigene Auftritte bei Instagram und Co checken, Prüfsiegel anklicken), rot meint „schon als Fakeshop identifiziert“.
Ist man aber doch einmal auf solch ein Angebot hereingefallen, gilt es Beweise zu sammeln (Fotos von der Website, Schriftverkehr usw.) und diese bei der zuständigen Polizeidienststelle oder über die Onlinewache zu melden.
(Quellen: www.verbraucherzentrale.de; NDR.de/Ratgeber/Verbraucher)
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