Recklinghausen-Suderwich. Du möchtest abnehmen? Vielleicht nach dem Low-Carb-Prinizip oder dem Abnehmkonzept „Schlank im Schlaf“? Da hilft dir Eiweißbrot! Oder? Das schwören jedenfalls die Anbieter wie Bäckereien, Supermärkte und Discounter. Wir wollen herausfinden, ob das stimmt.
Große Unterschiede bei Nährstoffen
Viele Bäckereien, Supermärkte und Discounter folgen dem Protein-Trend und bieten spezielle Eiweißbrote an, oder auch High-Protein-Backwaren und Brötchen. Diese sollen dir beim Abnehmen helfen. Jedoch enthalten diese Brote häufig fettreiche Zutaten wie Leinsaat, Sonnenblumenkerne, Chia-Samen, Sesam oder Nüsse und Ballaststoffe von Speisekleie, Apfel oder Hafer. Die Nährstoff-Zusammensetzung ist sehr unterschiedlich bei den verschiedenen Eiweiß-Backwaren.
Der Eiweißgehalt variiert je nach Produkt von 16 bis 30 Prozent. Das Eiweiß stammt meist aus Weizen, Soja, Lupinen, Erbsen oder Ackerbohnen. Weitere Zutaten sind oft Sojaschrot, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Sesam, Sojamehl, Speisekleie, Apfel- oder Haferfaser und Chiasamen.
Der Fettgehalt liegt sogar deutlich höher als bei anderen Brotsorten, von 6,5 bis 36 Prozent. Der Kohlenhydratanteil schwankt zwischen 1,5 und 19 Prozent pro 100 g. Bei manchen Eiweißbroten sind 5,5 Prozent Ballaststoffe enthalten, bei anderen bis zu 12 Prozent. Ebenso gibt es große Unterschiede bei der Kalorienanzahl. Das geht von 250 Kcal bis zu 430 Kcal.
Damit du mal vergleichen kannst: ein typisches Roggenvollkornbrot hat ungefähr 210 Kcal. Dort liegt der Kohlenhydratanteil bei etwa 40 Prozent mit etwa 7 Prozent Eiweiß und 1 bis 2 Prozent Fett. Die Preise schwanken von 4,40 Euro bis sogar 24,20 Euro pro Kilogramm. Da müsstest du also genau vergleichen.
Vor- und Nachteile von Eiweißbroten
Ein wichtiger Pluspunkt ist, dass der höhere Eiweißgehalt durch pflanzliches Eiweiß zustande kommt. Auch der höhere Anteil von guten Pflanzenfetter durch Nüsse und Samen ist positiv. Jedoch haben auch andere Saatenbrote diesen Vorteil.
Ein Minuspunkt am Eiweißbrot ist, dass es oft zu viele Zusatzstoffe enthält. Soja oder Nüsse können auch Allergien auslösen. Herkömmliche Vollkornbrote machen satt, weil sie genügend Kohlenhydrate enthalten. Das ist im Prinzip nicht schlecht. Übergewicht kann viele Ursachen haben und oftmals ist der üppige Aufstrich zu kalorienreich und nicht das Brot darunter.
Eiweißbrot selbst backen
Wenn du dein Brot selber backst, weißt du natürlich ganz genau was drin ist. Dann nimmst auch nur, was du gut verträgst. Gluten, Mandelmehl, Kichererbsenmehl sind teuer, so dass auch Eiweißbrot aus der eigenen Küche deutlich mehr kostet als „normale“ Brote.
(Quelle: https://t1p.de/8l79b)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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