Recklinghausen-Suderwich. Mit diesem Beitrag eröffnen wir eine neues Kapitel in unserer Sparte „Wissen“. Wir beschäftigen uns mit Fragen zur „Schöpfungsbewahrung“. Mit Artikeln unter dem Oberbegriff „Wissen“ kommt NAK-SBW unter anderem dem in der der Satzung vorgegebenen Bildungsauftrag nach.
Schöpfungsbewahrung ist eine Zielsetzung mit sehr langer Wegstrecke. Sie dient vor allem den kommenden Generationen und folgt göttlichem Gebot – uralt und doch für Christen verpflichtend: „Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.“ (1. Mose 2,15)
Die Verpflichtung zur „Bewahrung“ ist in den vergangenen 100 Jahren leider nicht mehr so eindeutig verankert in den Leitsätzen der „modernen“ Weltgemeinschaft. Die nun folgenden Veröffentlichungen in dieser Serie wollen nachdenklich machen und zu verantwortungsbewusstem Handeln anregen.
Angeregt wurde unser Autor Wolfgang Wegener durch eine Beitragsreihe des Deutschlandfunks, aus der wesentliche Teile seiner Artikel entnommen sind.
(1) Selbstversorgung in der Zukunft
Für die Wissenschaft ist der seit Jahrzehnten andauernde Klimawandel keine Frage. Wenngleich politische und wirtschaftliche Interessengruppen dieses Phänomen aus sehr eigenen Interessen leugnen, so sprechen die Folgen des Wandels eine eindeutige Sprache: Dürren, Starkregen, Überschwemmungen, Missernten, Erwärmung der Weltmeere, sehr belastende Hitzeperioden, Artensterben – alle das kann durch Forscher:innen sehr nachvollziehbar begründet und auf den Klimawandel zurückgeführt werden.
Diese Ereignisse haben großen Einfluss auf die Ernährungssituation – nicht nur im Ausland, auch in Deutschland. . Sie stellen „riesige Herausforderungen für die weltweite Ernährungssicherung dar“, so Matin Qaim, Agrarökonom und Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung der Universität Bonn.
Das mag in Mitteleuropa wegen des noch großen Reichtums keine übergroßen Folgen haben. In armen Ländern werden sich die schon heute ersichtlichen Hungerkatastrophen jedoch wegen nachlassender Ernteerträge bedrohlich ausweiten.
Doch wie zukunftsfest ist für uns in Deutschland die Versorgung mit Lebensmitteln? Vieles wird aus Ländern des Südens importiert. Und dennoch: wenn es um Grundversorgung geht, könnten wir in unserem Land im Krisenfall ca. 83 % des Bedarfs mit selbst produzierten Lebensmitteln decken. Der Rest müsste importiert werden, sagt Matin Qaim.
Bei Getreide, Milch und Fleisch liege der Selbstversorgungsgrad teils bei mehr als 100 %, bei Obst und Gemüse nur bei rund 50 %. Die jedoch sind für die Gesundheit unverzichtbare Bestandteile unserer Ernährung.
Wenn nun Importe zur vollen Deckung unseres Bedarfs an Gemüse und Obst notwendig sind, dann gilt es für die Zukunft, Abhängigkeiten zu vermeiden. Wir sollten also aus verschiedenen Ländern einführen.
Auch auf den genannten 100 %igen Deckungsgrad bei Getreide, sollten wir uns nicht zu sicher wähnen. Sollte beispielsweise eine Ernte einbrechen oder ganz ausfallen – etwa durch Dürre oder Überschwemmung – müsste das irgendwie ausgeglichen werden können.
Krisenvorsorge könnet z.B. getroffen werden durch mehr Vielfalt:
Mit diesen Möglichkeiten beschäftigt sich unser Autor in den folgenden Beiträgen.
(Quelle: https://t1p.de/1yig0)
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