Recklinghausen-Suderwich. Schon in der Antike wurde die Quitte als Heilmittel eingesetzt. Sie helfen gegen Hautentzündungen, Verdauungsbeschwerden und Erkältungen. Die duftenden Früchte sind reich an Nährstoffe. So enthalten Quitten viel Kalium, das für den Blutdruck und die Funktionen von Herz, Muskeln und Nerven benötigt wird.
Was sind Quitten?
Sie sehen aus wie eine Mischung aus Apfel und Birne, tendieren mal zu der einen, mal zu der anderen Seite. Deswegen kennen wir die Apfelquitte und die Birnenquitte. Beide Quittensorten habe eine gelbe, wollige Haut und im Inneren ein Kerngehäuse. Sie sind aromatisch, fruchtig und zitronig im Geschmack, jedoch erst im gegarten Zustand. Denn von den etwa 200 Quittenarten sind nur sehr wenige roh genießbar.
Inhalts- und Nährstoffe
Neben reichlich Kalium liefern uns die Früchte Mineralstoffe und Spurenelemente wie Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan und Fluor, die für den Zellstoffwechsel und die Sauerstoffzufuhr notwendig sind. Außerdem bieten uns die Früchte eine Menge Vitamine, wie A und C und Folsäure, wichtig für Schwangere! Für ihre Wirkung auf die Gesundheit sind vor allem die enthaltenen Schleimstoffe, Gerbstoffe und Ballaststoffe verantwortlich, die eine positive Wirkung auf die Darmflora haben.
Auch in Kosmetikprodukten kommt Quitte zum Einsatz weil die Schleimstoffe bei rissiger Haut prima helfen. Der Ballaststoff Pektin senkt den Cholesterinspiegel, bindet Schadstoffe im Körper und entgiftet somit unseren Körper. Quercetin und Pektin wirken als Antioxidantien und vernichten freie Radikale, welche die Körperzellen schädigen können. Gerbsäuren und Vitamin A helfen bei Gicht und Arteriosklerose. Die Schleimstoffe der Quitten helfen bei Erkältungen, Halsentzündungen und Bronchitis.
Gesunde Wirkung bei Entzündungen
Die getrockneten Kerne der Quitten können wie Hustenbonbons eingesetzt werden, allerdings sollte man sie nicht zerkauen, weil sie giftige Blausäure enthalten. Quittenschleim beruhigt den Hals, wirkt entzündungshemmend und beschleunigt die Wundheilung. Umschläge mit Quittenschleim werden daher gegen Verbrennungen, Hautentzündungen und Hämorrhoiden eingesetzt. Der getrunkene Schleim hilft bei Entzündungen des Darms und der Magenschleimhaut und hilft bei Verstopfung. Aus den Kernen kannst du einen Tee kochen, der gegen Mundgeruch sehr gut helfen soll.
Quitten verarbeiten
Mit einem groben Tuch kannst du den bitteren Flaum der Quitten abreiben. Dann werden sie entkernt, klein geschnitten und durch Kochen oder Backen gegart. Achte darauf, dass die Hitze dabei nicht zu hoch wird, um die wertvollen Vitamine nicht zu zerstören. Du kannst sie zu Marmelade, Gelee oder Saft verarbeiten, oder auch zum Backen nehmen.
Unser Lieblingsrezept:
Quittenbrot
Quittenbrot ist ein beliebtes spanisches Dessert. Die Quitten werden gekocht, etwa 30 bis 40 Minuten lang in Wasser und etwas Zitronensaft. Dann absieben, und während die durchgesiebte Masse zu Quittengelee verkocht werden kann, verwendet man die Stücke für das Quittenbrot. Diese werden püriert, mit derselben Menge Zucker bei mittlerer Hitze 45 bis 60 Minuten gekocht.
Dann kannst du sie auf einem gefetteten Backblech verteilen. Je nach Geschmack kann das Mus mit Honig, Ingwer und Zimt gewürzt werden.
Bei leicht geöffneter Backofentür wird die Masse bei 100 Grad etwa vier Stunden lang gedörrt. Dann schneidet man die gelartige Schicht in Rauten und wälzt sie in Puderzucker oder Mandeln – fertig ist das leckere Dessert aus Quitten.
(Quelle: Quitten: Frucht mit gesunder Wirkung | gesundheit.de)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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