Recklinghausen-Suderwich. Mit dem Einsatz von Pestiziden wollen Landwirte Ertragseinbußen verhindern sowie Verluste nach der Ernte und bei der Lagerung. Doch auch bei sachgerechter Anwendung können Rückstände in Lebensmitteln enthalten sein. Wir wollen dich informieren, wie du dich schützen kannst.
Herausstellen möchten wir gleich zu Anfang, dass regionale und saisonale Produkte in der Regel weniger mit Pestiziden belastet sind als Lebensmittel aus Drittländern. Erst recht gilt das für den biologischen Anbau. Wichtig ist zu wissen, dass Pestizid-Rückstände in Lebensmitteln problematisch sein können, jedoch überwiegen die positiven Inhaltsstoffe des frischen Obst und Gemüse. Dazu kommt, dass wenn du dich abwechslungsreich ernährst, du das Risiko minimierst.
Wie hoch ist das Risiko von Pestiziden?
Das Gesetz regelt genau, wie Pestizide eingesetzt werden dürfen. In diesem Rahmen sind Pestizide in der konventionellen Landwirtschaft erlaubt, was ebenso für Verarbeitungsprodukte und Produkte von tierischen Lebensmitteln gilt. Bei der Verwendung von Pestiziden müssen die Landwirte gewisse Wartezeiten einhalten, um Rückstände so gering wie möglich zu halten. Diese Grenzwerte werden in der Regel eingehalten. Rückstände sind sogar seit Jahren rückläufig.
Manche Lebensmittel überschreiten die Grenzwerte des Öfteren, wie z. B. gefüllte Weinblätter oder frische Kräuter aus Übersee. Auch deutsche Produkte können belastet sein, wie z. B. schnell Verderbliches wie Beeren, Aprikosen, Birnen, Tomaten oder Paprika. Robuste Sorten wie Kohl, Kartoffeln oder Möhren enthalten weniger Pestizide. Als Faustformel gilt: Wurzelgemüse ist geringer belastet als Blatt- und Fruchtgemüse. Lebensmittel aus Drittstaaten sind oft stärker belastet als Lebensmittel aus der Europäischen Union.
Am besten schneiden Lebensmittel aus ökologischem Anbau ab. Studien zeigen, dass drei Viertel aller untersuchten Produkte an Bio-Obst und Gemüse rückstandsfrei waren.
Wie kannst du dich schützen?
Iss am besten abwechslungsreich, dann nimmst du zwar auch Pestizide auf, aber doch mehrheitlich wertvolle gesundheitsfördernde Pflanzeninhaltsstoffe. Bevorzuge Obst und Gemüse aus der EU und am besten saisonal und regional angebautes Obst und Gemüse. Damit schonst du auch noch die Umwelt, da die Ware nicht mit dem Flugzeug oder dem LKW importiert wird. Wir bieten dir einen monatlichen Saisonkalender zur Orientierung in diesem Artikel: https://kurzlinks.de/4wyg
Im Übrigen ist niederländisches Gemüse besser als sein Ruf, denn dieses Gemüse und Obst sind rückstandsarm. Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau ist eine gute Wahl, kostet heute auch fast gleich viel wie konventionelle Produkte und sind mittlerweile überall zu haben. Achte auf das QS-Prüfzeichen. Solche Produkte werden gründlicher kontrolliert als andere.
Hinweise:
Pestizide und Medikamente im Leitungswasser
Leitungswasser in Deutschland ist flächendeckend von guter Qualität und kann bedenkenlos getrunken werden. Durch moderne Technik können immer kleinere Mengen an Schadstoffen gemessen werden. In einigen Trinkwässern können Pestizide und Schadstoffe im Wasser gemessen werden, die aber weit unterhalb der erlaubten Grenzwerte liegen und bei täglichem Konsum unbedenklich sind. Mineralwasser aus Flaschen ist keine bessere Alternative.
(Quellen: https://kurzlinks.de/di7t und https://kurzlinks.de/84bj)
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