Recklinghausen-Suderwich. Mit der richtigen Ernährung kannst du deine vorhandene Insulinresistenz rückgängig machen. Wie das geht, erklären wir in diesem Beitrag.
Diabetes Typ 2 beginnt oft schleichend, mit unspezifischen Symptomen. Ausschlaggebend für den Ausbruch der Krankheit ist das sogenannte Wohlstandssyndrom: zu viel Essen und zu wenig Bewegung. Wenn du deinen Körper regelmäßig mit leicht verwertbaren Kohlenhydraten versorgst, gerät die Bauchspeicheldrüse in Hochbetrieb, weil sie viel Insulin produzieren muss.
Der ständig erhöhte Insulinspiegel führt zu Fetteinlagerungen im Bauchraum und in den Organen. Das resultiert Übergewicht, eine Vorstufe oder Begleiterkrankung von Typ-2-Diabetes. Oft kommt noch eine Fettleber hinzu.
Wenn du keine oder kaum Bewegung hast, verbrauchen deine Muskeln kaum Zucker und die Insulinresistenz schreitet immer schneller voran. Wer zeitig seinen Lebenswandel ändert, kann Medikamente reduzieren oder vermeiden und die Insulinresistenz rückgängig machen.
So entsteht Diabetes: Der Körper wandelt Kohlenhydrate aus Brot, Nudeln, Zucker oder Obst in Glukose um. Die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin, das den Zucker aus dem Blut in die Zellen schleust. Die Folge: Der Zuckerspiegel im Blut sinkt. Durch zu viel Zucker werden die Zellen resistent gegen Insulin. Die Bauchspeicheldrüse versucht dies auszugleichen und erschöpft. Die Insulinproduktion lässt nach. Der Zucker wird nicht mehr in die Zellen transportiert und bleibt im Blut.
Wer also den Blutzucker steuern will, sollte Kohlenhydrate reduzieren, wie Brot, Obst und Süßes, und mehrstündige Pausen zwischen den Mahlzeiten lassen. Faustregel für Kohlenhydrate: 100 Gramm (g) pro Tag. Als Einstieg in eine gesündere Lebensweise kann eine Haferkur helfen. Sie macht die Zellen wieder empfindlicher für Insulin.
Eine Haferkur dauert 3 Tage, auch einzelne Hafertage kann der Bauchspeicheldrüse helfen. Haferkur: 75 g Haferflocken morgens, mittags und abends, in Milch, Wasser, Brühe eingeweicht. Erlaubt sind Gewürze, Kräuter, 50 g Beeren und 100 g Gemüse dazu.
Was ist noch wichtig?
(Quelle: Ernährung bei Diabetes | ndr.de)
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