Recklinghausen-Suderwich. Wenn wir schwitzen, verlieren wir nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Salze, sogenannte Elektrolyte. Wie wichtig sind diese eigentlich? Müssen wir an heißen Tagen wirklich Salze „nachfüllen“? Wir wollen dem auf den Grund gehen.
Elektrolyte sind Mineralstoffe, die in unseren Körperflüssigkeiten und Zellen vorkommen. Sie leiten elektrische Impulse im Körper, ohne die unsere Organe nicht richtig arbeiten können.
Kalium steuert unter anderem die Anspannung des Herzmuskels beim Herzschlag, die Atmung und den Transport der Nahrung durch den Verdauungstrakt. Außerdem beeinflusst es den Säure-Basen-Haushalt und Wachstumsprozesse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen täglich 4 Gramm Kalium zu sich zu nehmen. Die besten Quellen sind Hülsenfrüchte und Soja, sie enthalten knapp 2 Gramm Kalium, aber auch Obst und Gemüse wie Bananen, Grünkohl und Spinat.
Über das Essen können wir nicht zuviel davon einnehmen, da die Nieren überschüssiges Kalium ausscheiden. Im Fall einer Nierenschwäche sowie bei Blutdruck- und Herz-Medikamente kann sich der Kaliumspiegel im Blut erhöhen. Das kann zu Darmträgheit, Muskelschwäche und Herzrhytmusstörungen führen. Kaliummangel kann auftreten bei chronischen Durchfällen, oder wenn man Abführmittel eingenommen hat.
Natrium und Chlorid steuern den Flüssigkeitshaushalt. Steigt der Natriumwert im Blut an, so erhöht sich der Blutdruck, was zu Gefäßverkalkungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle und Demenz führen kann. Natrium beeinflusst auch die Nervenleitung, den Transport von Molekülen im Körper und den Säure-Basen-Haushalt.
Chlorid benötigt der Körper, um Magensäure bilden zu können. Erwachsene brauchen etwa 1,5 Gramm Natrium täglich. Diese überschreiten wir meist deutlich, denn Natrium ist Bestandteil von Speisesalz. Kochsalz enthält etwa 0,4 Gramm Natrium pro Gramm. Bei chronischen Herz- und Nierenerkrankungen kann ein Natriummangel entstehen. Auch wassertreibende Medikamente können den Natrium- und Wasserhaushalt stören. Ein schneller Natriumabfall kann zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrung und Krampfanfällen führen. Chloridmangel äußert sich ähnlich.
Beim Schwitzen verliert der Körper Flüssigkeit und Salze. Aber durch die üppige Salzzufuhr mit dem Essen entsteht meist kein Mangel. Dann genügt es einfach etwas mehr zu trinken an heißen Tagen. Wer Medikamente einnimmt, schwer körperlich arbeitet oder Sport macht, sollte vermeiden, ausschließlich salzarmes Leitungswasser in großer Menge zu trinken. Dann wäre ein gutes Mineralwasser, oder eine Saftschorle die bessere Wahl. Auch ein alkoholfreies Radler kann eine gute Ergänzung sein. Wenn du unsicher bist, lass dich in der Hauspraxis deines Vertrauens beraten.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.