Recklinghausen-Suderwich. Die letzten warmen Tage des Sommers laden zum gemütlichen Zusammensein beim Grillen ein. Doch der Grillgenuss kann auch gesundheitsschädlich sein. Welche Schadstoffe entstehen können, und warum grillen mit Gas und Strom gesünder ist als mit Holzkohle, erklären wir in unserem Beitrag.
Schadstoffe
Beim Grillen können Schadstoffe entstehen, die sich am Grillgut absetzen oder als Feinstaub eingeatmet werden. Das gilt insbesondere für den Kohlegrill. Tropft Fett oder Öl herunter und trifft auf glühende Kohle, bildet sich eine blaue Flamme und mit ihr sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die Krebs auslösen können.
Über den aufsteigenden Rauch gelangen diese Stoffe auf das Grillgut und somit in unseren Körper. Der Rauch enthält zudem Kohlenstoffmonoxid und -dioxid, was man möglichst nicht einatmen sollte. Weniger Giftstoffe produziert der Gas- oder Elektrogrill, weil Fetttropfen meist am Metall herunterlaufen und nicht anbrennen. Auch andere Schadstoffe gelten als gesundheitsgefährdend. Beim starken Erhitzen von Fleisch bilden sich heterozyklische aromatische Amine (HAA), die ebenfalls zu Krebs führen können. Ein Kohlegrill kann bis zum 35° C heiß werden.
Gesundes Grillen
Gesundes Grillgut
Wenn du gesund grillen möchtest, achte auf die Auswahl der Lebensmittel. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft rotes und verarbeitetes Fleisch als krebserregend ein. Gemüse und Obst kannst du auch gut und lecker grillen. Die verwendeten Fettsäuren sollten aus pflanzlichen Ölen bestehen.
Für gesundes Grillen gilt: zweimal so viel Gemüse wie Fleisch auf den Grill legen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt nicht mehr als 300 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche zu verzehren. Fisch und Lachs und Grillkäse eignen sich ebenfalls zum Grillen. Die Brotbeilage kann aus Vollkorn sein. Zucker und Salz nur in geringen Mengen verwenden.
Eine gute Marinade erhöht den Grillgenuss. Du kannst sie aus Gewürzen wie Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer, Thymian, Rosmarin, Pfeffer, Zitronensaft, etc. herstellen, dann ist sie nicht nur antientzündlich, sondern auch frei von den erwähnten Schadstoffen. Du kannst natürlich ein bisschen Zucker hinzufügen, das beschleunigt den Prozess der Bräunung.
Beim Grillen solltest du auf sogenannte Kreuzkontaminationen achten, denn rohes Fleisch oder Fisch können krankheitserregende Bakterien, wie Salmonellen und Viren, enthalten, die auf andere Lebensmittel übertragen werden. Dein Schneidebrett, Messer und Hände sollten sauber sein. Achte darauf, die Kühlkette einzuhalten, dann steht einem schönen Grillabend nichts im Weg.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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