Recklinghausen-Suderwich. Wir freuen uns auf den Sommer. Wir freuen uns auf Sonne und helle Tage. Wir fürchten uns vor zu großer Hitze. Wir versorgen unseren Körper mit ausreichend Flüssigkeit. Was und wieviel trinken wir? Welche Auswirkungen haben bestimmte Erfrischungsgetränke auf die Gesundheit unserer Nieren? Dazu ein paar Gedanken, gesammelt aus Veröffentlichungen der Verbraucherzentrale und der Frankfurter Rundschau.
(1) Regelmäßig und ausreichend trinken
Es ist nicht neu und muss doch immer wieder in unser Bewusstsein: 1,5 bis 2 Liter solltest du täglich trinken. Damit hältst du den Wasserhaushalt deines Körpers in der Balance und ersetzt die durch Schwitzen verlorenen Mineralstoffe.
(2) Was sollten wir trinken?
(3) Kalt oder warm?
Es verlangt dich bei großer Hitze nach einem eisgekühlten Erfrischungsgetränk? Nachvollziehbar – aber nicht empfehlenswert.
Dein Durst wird nur kurzfristig gelöscht. Dafür kannst du Magenbeschwerden bekommen, Bauchschmerzen und -krämpfe, Durchfall.
Kurzzeitige heftige Kopfschmerzen können sich einstellen.
Dein Körper muss das kalte Getränk rasch auf Körpertemperatur erwärmen. Die Folge: hoher Energieverbrauch steigert deine Körpertemperatur und du schwitzt noch mehr als zuvor. Dein Kreislauf wird belastet.
Also ein heißes Getränk? Auch nicht gut. Das verstärkt das Schwitzen und fordert deinen Körper zu Hochleistungen heraus. Richtig ist es, nicht zu kalt und nicht zu heiß zu trinken.
(4) Essen und Sport
Melone, Gurke, Tomate, Erdbeere – ideale wasserreiche Lebensmittel im Sommer – sind eine gute Ergänzung zum richtigen Trinken.
Für Sport-Treibende gelten besondere Anforderungen. Sie verlieren bei sportlichen Aktivitäten besonders viel Flüssigkeit. Da gilt – wie oben gesagt: regelmäßig trinken, vor allem mineralstoffreiche Wässer, evtl. mit einer Prise Salz angereichert.
(5) Gefahr für eine Chronische Nierenerkrankung
Unter Flüssigkeitsverlust leiden auch die Nieren. Dr. Simone Cosima Boedecker-Lips von der Universitätsmedizin Mainz: „50 bis 90 Prozent der Patientinnen und Patienten mit einem Hitzeschock erleiden einen akuten Nierenschaden.“
Die richtige Getränkewahl ist neben ausreichender Flüssigkeitsversorgung entscheidend für die Nieren-Gesundheit.
Zuckergesüßte Getränke erhöhen das Risiko für eine chronische Nierenerkrankung. Schon ein Glas täglich macht den Unterschied. Dazu haben die südkoreanischen Universitäten Yonsei und Kwandong die Daten von mehr als 127.000 Erwachsenen und ihren Konsum von zuckergesüßten und künstlich gesüßten Getränken untersucht.
Das Ergebnis: Das größte Risiko hatten Personen, die täglich mehr als ein Glas (250 Milliliter) eines Getränks zu sich nahmen, das mit künstlichen Süßstoffen versetzt war. Schon bei weniger als einem Glas war die Gefahr zumindest leicht erhöht.
Das zweithöchste Risiko ergab sich, wenn täglich mehr als ein Glas der klassisch gesüßten zuckerhaltigen Getränke konsumiert wurde
Softdrinks, wie Cola, Fanta, Sprite, zählen zu den „zuckergesüßten Getränken“.
Künstlich gesüßte sind die „Light-„ oder „Zero-Varianten“, bei denen Zuckerersatzstoffe eingesetzt werden. Bei ihnen ist das Risiko sogar noch höher als bei den zuckerhaltigen Getränken.
Ein Grund mehr, zu den preiswerteren Wasser-Varianten zu greifen!
(Quellen: Verbraucherzentrale (https://t1p.de/ko6mi) + Frankfurter Rundschau (https://t1p.de/1j8rd)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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