Recklinghausen-Suderwich. Ganz genau, denn unsere Ernährung hat einen großen Einfluss auf das Hautbild. Schmeckt unserer Haut als größtes Organ etwas nicht, sieht man das auch gleich. Bei Allergien in Form von Nesselsucht oder bei übermäßigem Konsum von Zucker in Form von unreiner Gesichtshaut. Also spielt die Ernährung eine wichtige Rolle für unsere Haut.
So können Nährstoffe Prozesse in den Hautzellen beeinflussen: vom Schutz über die Wundheilung zur Kollagenbildung. Allerdings landet nur ein winziger Teil dessen, was wir zu uns nehmen, dorthin wo die Hautstruktur es tatsächlich benötigt. Das liegt daran, dass der Darm filtert, die Leber verarbeitet und die allermeisten Stoffe werden bereits vorher anderweitig im Körper verbraucht. Dennoch kann der regelmäßige Verzehr gewisser Nährstoffe sichtbar positive Effekte auf das Hautbild haben.
Kiwi – Vitamin C
Schauen wir uns mal einzelne Lebensmittel an, wie z. B. die Kiwi. Sie liefert pro 100 g etwa 70 mg Vitamin C. Und dieses Vitamin wird benötigt, um Kollagen zu bilden. Allerdings genügt es nicht eine Kiwi zu essen. Erst eine langfristige, ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitamin C lässt unsere Haut schön aussehen. Weitere Faktoren für eine strahlende Haut spielen eine Rolle, wie die UV-Strahlung der Sonne, regelmäßiges Rauchen oder auch Stress.
Avocados – Fett für die Haut
Die Kombi von vielen ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E und sekundäre Pflanzenstoffe wie Lutein, wirkt antioxidativ, ein guter Schutz für die Zellmembran und Stärkung der Hautbarriere. Vitamin E macht die Haut geschmeidig, die gesunden Fette können die Hautfeuchtigkeit verbessern. Du solltest aber wissen, dass Avocados nicht unbedingt kalorienarm sind und auch nicht ökologisch nachhaltig. Auch hier gilt: Mit einer ausgewogenen und nährstoffreichen Ernährung entsteht der größte Beauty-Effekt.
Beeren – wertvoll und antientzündlich
Blaubeeren, Himbeeren, Johannisbeeren: Sie liefern Polyphenole, die der Hautalterung vorbeugen. Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ wirken. Das bedeutet, dass sie freie Radikale in den Zellen neutralisieren. Wenn du genügend davon isst, kannst du Hautveränderungen vorbeugen und Akne oder Rosazea lindern.
Möhren snacken und braun werden
Das Betacarotin in den Möhren sorgt dafür, dass der Körper es zu Vitamin A umbaut. Es ist für die Zellregeneration wichtig. Der Farbstoff lagert sich bei regelmäßigem Verzehr in der Haut ein und kann ihr einen leicht goldenen Teint verleihen. Bei übermäßigem Genuss kann sich die Haut orange färben.
Haferflocken und Nüsse gegen Unreinheiten
Sie sind eine gute Zinkquelle. Dieses Spurenelement kann Entzündungen hemmen und Wundheilung fördern. Nicht umsonst wird eine Zinksalbe oft auf aufgeschürfte Knie gestrichen. Zink kann auch Talg regulieren und das Hautbild bei Akne verbessern. Zu Nahrungsergänzungsmitteln raten wir ab. Diese sind nur bei einem tatsächlichen Zinkmangel empfehlenswert.
Milchprodukte
Immer wieder wird Milch mit Akne in Verbindung gebracht. Tatsächlich zeigen einige Studien, dass gerade fettarme Milchprodukte das Risiko für Akne erhöhen könnten. Das liegt wahrscheinlich an den hormonähnlichen Substanzen, die in der Milch enthalten sind. Aber nicht jeder Körper reagiert gleich. Wenn du unter unreiner Haut mit Pickeln oder Akne leidest, kannst du ausprobieren wie deine Haut reagiert, wenn du den Konsum einschränkst.
Macht Kaffee alt?
Es heißt allgemein, dass Koffein die Hautalterung beschleunigt. Tatsächlich kann Koffein in hohen Dosen die Kollagenbildung hemmen. Studien belegen, dass 2 bis 3 Tassen am Tag keine negativen Auswirkungen auf die Haut haben. Kaffee enthält außerdem Antioxidantien und kann deswegen leicht entzündungshemmend wirken. Wie so oft ist die Menge entscheidend.
Zucker und Junkfood
Zuviel Zucker erhöht das Risiko für Adipositas und schadet der Haut. Glukose lässt den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Die Zuckerreste verbinden sich dann mit Proteinen wie Kollagen und machen sie starr und brüchig. Die Haut wird weniger elastisch und wirkt älter. Auch verarbeitete Lebensmittel begünstigen Entzündungsprozesse im Körper, die dann Hautunreinheiten und Rötungen verschlimmern.
Was also macht die Haut schön – und was nicht?
Die Haut kann nicht hexen. Produkte, die als „Beauty-Foods“ beworben werden sind als einzelne Lebensmittel vielleicht gesund, aber schöner und jünger machen sie nicht. Ihre Wirkung basiert auf Einzeluntersuchungen, wurde im Tiermodell bewiesen oder ist gar nicht belegt.
Besser: Eine ausgewogene Ernährung, möglichst naturbelassen, bunt und abwechslungsreich, dazu ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Schlaf, Bewegung und Sonnenschutz kann helfen, dass sich das Hautbild langfristig verbessert.
(Quelle: Aachener Zeitung)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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