Recklinghausen-Suderwich. Kräutertees erfreuen sich nicht nur in der kalten Jahreszeit großer Beliebtheit. Ihre wohltuende Wirkung auf Körper und Geist macht sie zu einem festen Bestandteil in vielen Haushalten – besonders in der älteren Generation, die zunehmend auf natürliche Mittel zur Gesundheitsförderung zurückgreift. Kräutertees bieten eine sanfte Möglichkeit, das Wohlbefinden zu stärken, Beschwerden zu lindern und präventiv zur Gesundheit beizutragen.
Die Vielfalt der verwendeten Kräuter ist groß und jedes von ihnen besitzt spezifische Eigenschaften. So wirkt Kamillentee beispielsweise entzündungshemmend und beruhigend – besonders hilfreich bei Magen-Darm-Beschwerden oder Reizungen der Haut. Zitronenmelisse hingegen entfaltet ihre Wirkung vor allem bei innerer Unruhe und Einschlafproblemen. Ihr mildes Aroma macht sie zudem zu einem beliebten Abendgetränk.
Fencheltee wird traditionell bei Verdauungsstörungen verwendet, hat aber auch schleimlösende Eigenschaften, was ihn zu einem geschätzten Begleiter bei Erkältungen macht. Rosmarin hingegen hat eine anregende Wirkung und kann die Durchblutung fördern, wodurch er bei Erschöpfungszuständen unterstützend wirkt. Für Menschen mit leichten Verstimmungen kann Johanniskrauttee hilfreich sein. Seine stimmungsaufhellende Wirkung ist wissenschaftlich belegt, jedoch sind bei der Einnahme mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten zu beachten. Hier ist Rücksprache mit dem Arzt dringend empfohlen.
Damit die heilenden Inhaltsstoffe der Kräuter optimal wirken, ist die richtige Zubereitung entscheidend. Wie der NDR in einem Beitrag über Teezubereitung berichtet, sollte das Wasser nicht kochend, sondern auf etwa 80 Grad Celsius abgekühlt sein, bevor es über die Kräuter gegossen wird. Zu heißes Wasser kann empfindliche Wirkstoffe zerstören. Auch die Ziehzeit spielt eine Rolle: In der Regel reicht eine Zeit von fünf bis zehn Minuten aus, je nach Kraut und gewünschter Intensität.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Qualität der verwendeten Kräuter. Ob selbst gesammelt, aus dem eigenen Garten oder aus der Apotheke – entscheidend ist, dass die Kräuter frisch oder schonend getrocknet und lichtgeschützt gelagert werden. In luftdicht verschlossenen Behältern bleiben die ätherischen Öle und Wirkstoffe am besten erhalten. Wer regelmäßig Kräutertees trinkt, sollte zudem auf Abwechslung achten, um einseitige Belastungen zu vermeiden und die Vielfalt der Natur zu nutzen.
Trotz ihrer sanften Wirkung sind Kräutertees nicht frei von Risiken. Einige Kräuter können Nebenwirkungen verursachen oder mit Medikamenten interagieren. Besonders ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollten sich vor der Anwendung beraten lassen. Fachkundige Ansprechpartner sind hier Hausärzte, Heilpraktiker oder Apotheker.
Kräutertees verbinden althergebrachtes Wissen mit modernen Erkenntnissen der Pflanzenheilkunde. Richtig angewendet können sie auf natürliche Weise zur Gesundheit beitragen, den Alltag bereichern und das Wohlbefinden steigern. Unser Verein für Naturheilkunde und Gesundheitsförderung e.V. empfiehlt daher, sich über die vielfältigen Möglichkeiten von Kräutertees zu informieren und diese achtsam in den eigenen Alltag zu integrieren.
Quellen: NDR Ratgeber Gesundheit: „Tee – so entfaltet er seine Wirkung“, www.ndr.de; Welt.de: „Wie Tee richtig zubereitet wird“, www.welt.de; Bild.de: „14 Kräuter, die gesund machen“, www.bild.de/ratgeber/gesundheit/naturheilmittel)
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