Recklinghausen-Suderwich. Tee ist eines unserer vielseitigsten Nahrungsmittel, welches auch unsere Gesundheit unterstützen kann. Welche Sorten, Zubereitungsarten und jeweiligen Sorten es zu unterscheiden gilt, wollen wir in diesem Artikel beleuchten.
Zunächst einmal wird Tee nur aus einer einzigen Pflanze, nämlich der Camellia sinensis, dem sog. immergrünen Teestrauch, gewonnen und daraus wird grüner, weißer und schwarzer Tee hergestellt. Kräuter- und Früchtetees sind also, streng genommen, keine Tees, sondern Aufgussgetränke.
Die echten Tees unterscheiden sind in der Bearbeitung der gepflückten Blätter. Weißer Tee hat den kürzesten Bearbeitungsprozess und viele Mineralstoffe und Spurenelemente bleiben erhalten. Seinen Namen hat er vom weißen Flaum auf den Teeblütenknospen. Ausschließlich die geschlossene Knospe und einige ganz junge Blätter werden gewelkt und anschließend getrocknet. Ebenso wie der grüne Tee wird er mit 75° – 85° Grad heißem Wasser aufgebrüht zieht aber nur 2 bis 3 Minuten.
Sein populärer Bruder
Der grüne Tee verträgt die gleiche Temperatur, darf aber 3 bis 4 Minuten ziehen. Er wird im Frühling geerntet und nur die feinsten Blätter werden zu seiner Herstellung gepflückt. Danach werden die Blätter auf Welkmatten zum Welken ausgebreitet und anschließend kurz erhitzt. Durch das Schließen der Blattporen stoppt die Oxidation und beinahe alle Wirkstoffe bleiben im grünen Tee enthalten. Um dem Tee die restliche Feuchtigkeit zu entziehen, werden die Blätter gerollt und dann getrocknet. Neben dem Teein (gleicher Wirkstoff wie Koffein), enthält grüner Tee eine Menge Vitamine (Vitamin A, Vitamin B, Vitamin B2), Mineralstoffe (z.B. Calcium, Kalium, Magnesium), Bitter- und Gerbstoffe und Catechine. Der Geschmack variiert über feinherb/würzig bis zu sanft und blumig.
Schwarzer Tee
Er hat die meisten Verarbeitungsschritte und wird bei uns am häufigsten konsumiert. Die gepflückten Blätter werden in gut belüfteten Körben gewelkt. Danach werden sie mit Hilfe von Walzen gequetscht, um die Zellen aufzubrechen und eine Oxidation von Zellsaft und Sauerstoff in Gang zu setzen. Anschließend startet der Fermentationsprozess bei hoher Luftfeuchtigkeit. Ist der gewünscht Fermentationsgrad erreicht, wird der Tee mit heißer Luft getrocknet.
Dann erfolgt die Sortierung nach Blattgraden: Der qualitativ hochwertigste Tee ist der Blattee, gefolgt von „Broken Tea“, bestehend aus Blattfragmenten, den „Fannings“ (kleinere Blattfragmente und „Dust“ dem Staub, der oft nur als Füllmittel in Teebeuteln taugt. Der echte Teekenner wird für die Zubereitung auf lose Tees zurückgreifen, da die kleinen Teebestandteile, wie in Teebeuteln verwendet, schnell bitter werden und das feine Teearoma nicht hervorheben.
Alle drei Teesorten enthalten den Wirkstoff Teein, den wir auch von Kaffee (hier Koffein) als morgendlichen Muntermacher kennen und chemisch gesehen, die gleiche Formel hat. Der Koffeingehalt in Teeblättern ist zwar höher als in Kaffeebohnen, da aber deutlich mehr Bohnen für eine Tasse Kaffee benötigt werden, ist der Koffeinanteil höher. Um die Koffein-Wirkung in Tee zu erhöhen, sollte der Tee einfach länger ziehen. Außerdem enthält Tee im Gegensatz zu Kaffee andere Wirkstoffe, welche beruhigen und die Wirkungsdauer verlängern.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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