Recklinghausen-Suderwich. Meta schränkt Instagram-Accounts für Kinder und Jugendliche ein. Als vertrauensbildende Maßnahme für Eltern bezeichnet der Meta-Konzern, zu dem unter anderem Instagram gehört, die künftige automatisierte Kontrolle via KI (künstliche Intelligenz).
Dabei sollten unrichtige Altersangaben bei Kindern erkannt und deren Konten automatisch in sogenannte „Teen-Konten“ umgewandelt werden. Bei diesen Konten sollen etliche Schutzmechanismen dafür sorgen, dass das Vertrauen der Eltern in Instagram gestärkt wird.
Zu diesen Schutzmaßnahmen zählen:
Private Konten: Neue Follower müssen akzeptiert werden, bevor sie Beiträge sehen können.
Sensible Inhalte, seien es Gewalt oder kosmetische Eingriffe, werden eingeschränkt.
Beleidigende Ausdrücke und/oder Wörter werden aus Kommentaren automatisch entfernt.
Der Nachtmodus: In der Zeit von 22:00 - 07:00 Uhr werden Benachrichtigungen automatisch stummgeschaltet und auf Direktnachrichten wird mit automatischen Antworten reagiert.
Das Zeitlimit: Nach 60 Minuten Tagesnutzungsdauer werden Teenager durch Benachrichtigungen aufgefordert, die App zu verlassen.
Vom Meta-Konzern wird erwartet, dass die App-Nutzung womöglich zurückgehen werde. Dennoch hoffe man auf mehr Vertrauen der Eltern in die Schutzmaßnahmen zur Sicherheit ihrer Kinder. Insbesondere, da diese von den Kindern bis 16 Jahre nicht ohne elterliche Zustimmung geändert werden können. Zudem erhalten Eltern die Möglichkeit zur Prüfung, mit wem ihre Kinder in den zurückliegenden sieben Tagen gechattet haben.
Der Inhalt der einzelnen Nachricht können sie dabei jedoch nicht einsehen. Weiterhin wird es den Eltern ermöglicht, ein individuelles tägliches Zeitlimit einzurichten, nachdem der App-Zugang verwehrt ist oder den generellen Zugang zur App für einen bestimmten Zeitraum vollständig zu sperren.
Zunächst werden diese Änderungen die USA, Australien, Kanada und Großbritannien betreffen. In der europäischen Union wird die Umstellung bis zum Jahresende 2025 erfolgen. Für die übrigen Länder ist die Änderung ab 2026 geplant. Diese Änderung wird auch die übrigen, zum Meta-Konzern gehörigen Apps, wie Facebook, WhatsApp und Threads betreffen.
Zur Prüfung, ob sich Teenager vielleicht als Erwachsene ausgeben, werten KI-Systeme sowohl Profilinformationen, als auch Interaktionen mit anderen Accounts und Beiträgen aus. Nutzer die die KI aufspürt, werden automatisch in Teen-Konten verschoben, jedoch mit der Option, diese Verschiebung rückgängig zu machen, wenn sich die KI irrt.
(Quelle: dtv.de)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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