Recklinghausen-Suderwich. Ausgewogene und preiswerte Ernährung – das muss nicht teuer sein. Selber kochen, übrig gebliebene Lebensmittel geschickt verwerten – das kann helfen. Und dazu eine sorgsame Essensplanung.
1) Selber kochen
Das ist meist günstiger als Fertiggerichte zu kaufen und zudem vielfach gesünder. Nudeln oder Kartoffeln, kombiniert mit frischem saisonalem Gemüse oder Hülsenfrüchten, daraus lassen sich leckere Eintöpfe, Pfannengerichte oder Aufläufe zubereiten.
Wenn du dann noch größere Mengen kochst und Übriggebliebenes für später einfrierst, dann schont das zusätzlich deinen Geldbeutel.
Das ist auch die Empfehlung unserer Fachfrau für die Rezeptempfehlungen in der Sparte „Kochen & Kohle Sparen, Renate Wegener.
(2) Einkaufsplanung
Einmal in der Woche gut geplant einkaufen –meist günstiger als viele kleine Einkäufe. Wenn du beim Einkauf im Supermarkt keinen Plan hast, kaufst du vielleicht mehr als nötig und gibst so mehr Geld aus. Mach doch einen Essensplan für die ganze Woche und stelle dabei eine Einkaufsliste zusammen. Hier ein paar Tipps für die Planung:
(3) Bevorzuge pflanzliche Lebensmittel
Fleisch und Fisch strapazieren den Geldbeutel! Sie sollten auch aus gesundheitlichen Gründen maßvoll konsumiert werden. Das schont dazu das Klima. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt: täglich fünf Portionen Gemüse und Obst (wenn möglich, mit Schale und frisch), dazu reichlich Getreideprodukte, wie Brot, Nudeln und Reis, möglichst „Vollkorn“.
(4) Lebensmittellagerung
(5) Bevorzuge saisonal und heimische Lebensmittel
Du findest im Supermarkt ganzjährig viele Sorten Gemüse und Obst, die eben nicht aus Peru oder Spanien importiert wurden. Da fallen hohe Transportkosten weg. Heimische saisonale Lebensmittel sind meistens günstiger und schmecken besser, weil sie reif geerntet werden können.
Wann du welche Sorten aus heimischem Anbau beim Discounter erwarten darfst, siehst du im „Saisonkalender“ (https://t1p.de/7io6t)
(6) Einzelheiten
(a) Kartoffeln müssen nicht als Fertigware genutzt werden. Vergleiche mal den Preis von frischen Kartoffeln pro Kilo mit dem Grundpreis von Fertigprodukten wie Pommes. Fertige Backofenpommes sind bis zu 4 Mal teurer als frische Kartoffeln. Übrig gebliebene gekochte Kartoffeln kannst du prima weiterverarbeiten: zu Bratkartoffeln, Kartoffelsalat oder in der Restepfanne.
(b) Aus naturbelassener Milch und Milchprodukten kannst du Fruchtjoghurts, Obstquarks, Dips oder Kräuterquark machen. Das ist nicht immer billiger als die fertigen Milchprodukte, meist aber schmackhafter und eher empfehlenswert. Du kannst Zucker- und Salzgehalt selbst bestimmen und geschmacklich für mehr Abwechslung sorgen. Leicht überreifes Obst macht sich gut in Quark- und Joghurtspeisen und findet so noch Verwertung.
(c) Als Speiseöl für die Küche sind Raps- oder Olivenöl ideal. Dabei ist Rapsöl deutlich preiswerter als Olivenöl. Raffiniertes Öl eignet sich gut zum Braten oder Backen. Ein kaltgepresstes Raps- oder Olivenöl passt eher für Salate und kalte Speisen. Damit bleiben die Vitamine und Fettsäuren erhalten.
(d) Tiefkühlkräuter sind meist preiswert und du kannst sie ganzjährig nutzen. Im Sommer bietet sich der Einkauf frischer Kräuter. Gewaschen, geputzt und geschnitten lassen sich nicht verbrauchte Reste wie Petersilie, Schnittlauch, Basilikum oder Majoran gut in kleinen Tüten einfrieren. Auch getrocknet sind Kräuter aromatisch und bringen Abwechslung auf den Teller.
(e) Tiefkühlgemüse und -obst sind ebenso vitamin- und mineralstoffreich wie die Frischevariante. Tiefkühlware ist zudem schnell zubereitet. Preiswert sind oft Ein-Kilogramm-Beutel, aus denen du die jeweils benötigte Menge entnehmen kannst. Fertig gewürzte Gemüse- und Obstzubereitungen sowie Fertiggerichte sind dagegen nicht empfehlenswert.
(f) Die „krummen Dinger“, also die nach Form und Farbe nicht EU-konformen Erzeugnisse der Landwirtschaft, sind preiswerter und dennoch nicht weniger gehaltvoll als die „Models“ unter den Produkten.
(7) Bei Getränken sparen
Preiswert, in unseren Landen sorgfältig überwacht, dazu umweltfreundlich: Leitungswasser. Kannst du im Verhältnis 1:3 oder 2:3 mit Obstsaft mischen. Oder etwas Zitrone zusetzen. Kalter oder heißer Tee aus Kräutern oder Früchten ist eine gute Alternative.
(8) Energie sparen!
Versuche bei der Zubereitung der Mahlzeit Energie zu sparen:
(9) Reiseproviant
Unterwegs Snacks und Getränke kaufen ist deutlich teurer als selbst geschmierte Brote, geschnittenes Gemüse und Obst. Für Getränke empfiehlt sich die wiederverwendbare Trinkflasche. Für das Mittagessen am Arbeitsplatz kannst du evtl. das „Mehr“ vom Vortrag mitnehmen.
(Quelle: Verbraucherzentrale)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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