Recklinghausen-Suderwich. Auch im neuen Jahr setzt das SBW seine Vorschläge in der Rubrik "Gesunde Ernährung" weiter fort. Der erste Artikel befasst sich mit einem Superfoot, der Paprika.
Paprika gehören botanisch zur Familie der Nachtschattengewächse. Die Früchte werden als Gemüse und Gewürz verwendet. Je nach Größe, Farbe und Geschmack sowie Schärfe werden verschiedene Namen gebraucht, wie z. B. Pepperoni, Chili, etc.
Für die Schärfe ist der Stoff Capcaicin verantwortlich. Das Ursprungsland ist Südamerika, aber mittlerweile wachsen sie auch bei uns ganz gut. Zurzeit hat die Paprika noch Saison, nämlich von August bis oft in den Dezember. Wir möchten sie euch ein bisschen näher vorstellen. Wisst ihr denn, wieso die Paprika verschiedene Farben hat?
Das liegt meistens am Reifegrad. Die grünen Paprika werden unreif geerntet und schmecken ein wenig herb. Später verfärben sie sich gelb, dann werden sie etwas milder im Geschmack und dann orange und rot, dann schmecken sie leicht süßlich. Die grünen Paprika reifen nicht nach wenn sie geerntet wurden. Ein guter Grund zur grünen Paprika zu greifen sind die darin enthaltenen Bitterstoffe. Sie haben einen positiven Effekt auf unsere Verdauung und können beim Abnehmen helfen.
Rote Paprika haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt. Schon eine halbe Portion kann unseren täglichen Bedarf abdecken. Doch die Paprika kann noch viel mehr. Sie enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend und antiseptisch wirken, also Keime bekämpfen. Sie sind reich an Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, und Zink. Außerdem enthalten sie Ballaststoffe, Futter für unsere gesundheitsfördernde Darmbakterien.
Wenn Paprika über lange Zeit wegen durch erhöhte Pestizidwerte aufgefallen waren, sind diese Werte nun deutlich zurück gegangen. Am sichersten bist du, wenn du auf Bioware zurückgreifst. Auf jeden Fall sollte man die Schoten vor dem Verzehr gründlich waschen.
Nun stellen wir dir noch unser Lieblingsrezept vor, damit noch lange bis in den Winter hinein Paprika genießen kannst. Zutaten: bunte Paprika, Bio-Zitronen, Salz, Honig und Knoblauch. Einmachgläser sind auch nicht schlecht.
Zubereitung: Paprika waschen, halbieren und Kerngehäuse entfernen. Auf einem Backblech mit der Außenseite nach oben legen und bei 230 Grad grillen. Wenn die Haut schwarze Flecken bekommt, ist es genau richtig. Aus dem Ofen holen und sofort in einen Plastiksack legen. Verschließen und abkühlen lassen. Der Dampf in der Tüte hilft, dass sich die Haut leichter ablösen lässt.
Derweil bereiten wir die Marinade vor: Schale einer Zitrone abreiben und alle Zitronen auspressen. Saft und Schale mit Honig, Salz und Knoblauch mischen.
Die Haut der Paprika abziehen und mit der Marinade in eine verschließbare Schüssel legen und über Nacht marinieren. So kann man sie schon genießen. Willst du ein bisschen länger davon haben, gehst du folgendermaßen vor:
Die Einmachgläser gut spülen und bei 100 ° C im Ofen sterilisieren. Nun abwechselnd Paprika, Thymian, Lorbeer und Knoblauch in die Gläser schichten. Gutes Olivenöl mit der Zitronenmarinade verschlagen und auf ca. 80°C erhitzen und dann die Gläser damit auffüllen. Das Öl muss die Paprika vollständig bedecken. Deckel drauf und abkühlen lassen. So halten die leckeren Paprika ein paar Wochen, aber am besten doch zügig verzehren.
(Quellen: Paprika – Wikipedia / Instagram / www.vanillakitchen.de)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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