Recklinghausen-Suderwich. Die Sparkassenorganisation warnt derzeit vor Betrugsversuchen, die Internetkriminelle unternehmen, um an die Online-Banking-Daten ihrer Kunden zu kommen. (Und davon sind nicht nur Kunden von Sparkassen betroffen!)
"Aktuell werden betrügerische E-Mails im Namen der Sparkassen verbreitet", teilte das Kreditinstitut mit. Die Gauner behaupten in den Nachrichten, dass die sogenannte PushTAN-Verbindung ablaufen würde. Einen Tag nach dem Empfang der Mail sei Ende damit, heißt es da. Doch die Kriminellen bieten eine Lösung: Über einen Link könne man den Bestätigungsservice, der vor allem bei Überweisungen zum Einsatz kommt, ganz einfach neu einrichten. Wer darauf klickt, kommt auf eine betrügerische Webseite, die wie die der Sparkasse aussieht. "Dort werden Ihre Online-Banking-Zugangsdaten sowie weitere persönliche Daten erfragt", erklärte die Sparkasse.
Doch die Nutzer sind nicht wirklich bei der Bank gelandet, sondern auf einer Phishing-Seite. Die Betrüger nutzen die erbeuteten Daten nicht zwangsläufig sofort. Sie könnten sich jederzeit in das Online-Banking ihrer Opfer einloggen und schauen, wann dort ein für sie interessantes Guthaben entstanden ist, zum Beispiel nach Eingang von Rente oder Gehalt. Erst dann schlagen sie zu und räumen das Konto leer.
Die Sparkasse warnt deshalb: "Sofern Sie bereits Daten auf den Phishing-Seiten eingegeben haben, melden Sie sich bitte bezüglich der Sperrung Ihres Online-Banking-Zugangs umgehend bei Ihrer Sparkasse." Nur so könne das Schlimmste verhindert werden.
Über einen ganz ähnlichen Fall berichtete die "Mitteldeutsche Zeitung": Ein 19-Jähriger aus Dessau-Roßlau erhielt demnach eine SMS im Namen der Sparkasse mit einem Link. Auf der Zielseite sollte er ein Formular ausfüllen und sämtliche Banking-Daten angeben.
Der Betrug wird dabei immer besser und für die Opfer schwerer zu erkennen: Mittlerweile gebe es keine Rechtschreibfehler und keine anderen Unstimmigkeiten mehr auf der Seite. Das Ziel ist bei diesem Vorgehen dasselbe wie beim E-Mail-Betrug – die Ganoven wollen an das Geld der Gutgläubigen.
Eine Sparkassen-Sprecherin erklärte auf Anfrage, dass ein Mitarbeiter des Geldinstituts "nie, wirklich niemals" nach Passwörtern oder TANs der Kunden fragen würde. Auch nicht per SMS oder über eine eMail-Nachricht. Man soll an diesem Punkt stutzig werden und vorsichtshalber bei seiner Bank telefonisch nachfragen.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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