Recklinghausen-Suderwich. Warum nicht? Und: muss auch nicht immer für den Hund sein. Früher tat man das nicht. Heute aber sehr wohl. Fast die Hälfe der Gäste in der Gastronomie machen das und verzehren den Rest zu Hause.
Punkt 1: Ist das gesetzlich geregelt?
Nein, bisher nicht. Wenn du dir aber das Übriggebliebene einpacken lässt, verringerst du aktiv die Verschwendung von Lebensmittelmitteln. Natürlich nur, wenn du sie dann auch zu Hause aufisst.
Die Spanier haben schon seit 2023 die gesetzliche Verpflichtung, Gästen die Mitnahme von Essensresten anzubieten. Dabei sollen kostenlos recycle- oder wiederverwendbare Behältnissen genutzt werden können.
Bei uns kommt der Wirt deinem Wunsch meist gerne nach. Scheue dich also nicht zu fragen. Manche Restaurants machen dazu sogar einen Hinweis auf der Speisekarte. Lobenswert. So zeigt der Gastronom verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln.
Leider ist vom Lokal bereitgestelltes Einweggeschirr oft nicht wiederverwendbar und landet im Müll (auch nicht gut.) Manche Restaurants berechnen dafür eine Verpackungspauschale. Ein Recht auf Mehrweggeschirr hast du nicht, auch dann nicht, wenn du die Pauschale gezahlt hast. Du könntest jedoch eine gut verschließbare Box selbst mitbringen.
Punkt 2: Was ist mit der Haltbarkeit von mitgenommenen Speiseresten?
Die Haftung des Gastwirts endet mit Übergabe des Restessens an den Gast. Danach haftet er nicht mehr für einen einwandfreien Zustand. Du musst dann selbst dafür sorgen.
Speisereste können durch Luftbakterien oder zu warme Lagerung schnell verderben. Dagegen solltest du Folgendes berücksichtigen:
Sushi, bei dem ja meist roher Fisch eingearbeitet ist, verzehrst du am besten im Restaurant. Roher Fisch verdirbt besonders schnell, wenn er nicht gekühlt wird. Das ist ein besonderes Risiko beim Transport nach Hause an heißen Tagen.
Punkt 3: Weniger Lebensmittelabfall in der Gastronomie
In Deutschland werden jährlich ca. 1,9 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle durch Restaurants oder Kantinen entsorgt – 1.900.000.000 Kilogramm! Wenn mehr kleinere Portion angeboten würden, ließe sich das schon reduzieren.
Die Verbraucherzentralen stellten fest: Nur jedes fünfte Restaurant bietet kleinere Portionsgrößen von Hauptgerichten an und wenn, dann meist nur für ältere Menschen oder Kinder.
Kleinere Portionen sollten nicht auf bestimmte Personengruppen beschränkt sein. Das Angebot sollte für alle gelten.
Frag doch, wenn du nicht unbedingt die große Portion haben möchtest, nach einer kleineren. Dann bleibt vielleicht nichts übrig und du hast deinen kleinen Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung geleistet.
(Quelle: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/auswaehlen-zubereiten-aufbewahren/lebensmittelverschwendung-im-restaurant-lassen-sie-sich-reste-einpacken-59668
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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