Recklinghausen-Suderwich. Olivenöl ist gut für die Gesundheit. Es besteht aus 70 Prozent Ölsäure. Diese einfach ungesättigte Fettsäure hilft unerwünschtes Cholesterin im Blut zu senken. Die sekundären Pflanzenstoffe, die im Olivenöl enthalten sind, wirken ebenfalls günstig auf die Blutfette.
Was kostet Olivenöl
Laut Stiftung Warentest sind die Preise für Olivenöl enorm gestiegen, seit 2022 haben sie sich verdoppelt. Außerdem ist die Qualität sehr schlecht geworden.
Woran liegt das? Ausschlaggebend sind die schlechten Olivenernten, und daraus resultiert eine rückläufige Ölproduktion in der EU.
Wir beleuchten das Problem ein wenig für euch. Der Klimawandel äußert sich in schlechten Olivenernten in der EU. Die Folge: weniger Öl, steigende Preise. Die Landwirtschaft im Mittelmeerraum leidet extrem unter den Folgen der Dürren durch die Erderwärmung. Den an sich schon sehr genügsamen Olivenbäumen reicht das Wasser nicht mehr. Sie produzieren weniger Früchte, die auch minderwertiger Qualität sind.
Im Frühjahr 2023 schädigte eine Hitzewelle die Olivenblüte, in Griechenland gab es Rekordtemperaturen, Überschwemmungen und Waldbrände. In Italien setzten Trockenheit und Hitze die Bäume unter Stress.
Die EU versucht einen Ausgleich mit Importen aus Nicht-EU-Ländern zu schaffen, der jedoch ebenfalls nicht die benötigte Menge und Qualität erreicht. So gibt es also in diesem und nächsten Jahr 35 % weniger Olivenöl aus den EU-Staaten.
Welches Öl kann man kaufen
Stiftung Warentest hat die Öle getestet. Du kannst dich auf der Webseite informieren, welche am besten abgeschnitten haben. Wichtig ist auf das Bio-Siegel zu achten wegen der Schadstoffe, die im Öl enthalten sind. Extranatives Bio-Olivenöl findest du im Aldi als bestes bewertet. Märkte wie Kaufland und Edeka haben bestimmte Marken schon aus dem Sortiment entfernt.
Olivenöl-Infos
Nativ extra: für die warme und die kalte Küche. Gutes natives Olivenöl schmeckt fruchtig, bitter und scharf. Du kannst das Öl auf Brot über Salat und fertige Speisen träufeln.
Dünsten lässt sich gut mit Olivenöl, auch braten und backen geht mit bestimmten Sorten. Beim Backen kann Olivenöl die Butter ersetzen. Auch braten und frittieren ist möglich mit moderaten Temperaturen, und wenn du aufpasst, dass das Öl nicht anfängt zu rauchen. Wir raten eher ab, Olivenöl in der warmen Küche zu benutzen. Braten und frittieren geht besser mit einem guten Speiseöl, wie Rapsöl, das auch gesund ist.
Die Güteklassen
Natives Olivenöl extra: Der deutsche Handel bietet diese höchste Güteklasse hauptsächlich an. Bei der Herstellung sind keine sensorischen Fehler erlaubt. Tritt auch nur 1 Fehler von 15 gelisteten auf, ist das Öl nicht mehr nativ extra. Die Oliven müssen schonend geerntet, richtig gelagert und verarbeitet werden. In Italien ist die Bezeichnung „extra vergine“ und muss fruchtig sein in verschiedenen Abstufungen wie leicht, mittel, intensiv oder grün und reif. „Kaltgepresstes“ Olivenöl darf nicht wärmer als 27 Grad werden.
Natives Olivenöl: Es ist gleich in der Herstellung und darf kleine sensorische Fehler haben und eine weniger gute chemische Qualität, im deutschen Handel kaum zu finden.
Quelle: Olivenöl im Test: So schmeckt der Klimawandel | Stiftung Warentest
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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