Recklinghausen-Suderwich. Zu viel Salz ist auf Dauer ungesund! Selbst, wenn ihr glaubt, gar nicht so viel Salz zu benutzen - die Tücken liegen im Detail. Leider unterschätzen wir immer wieder, wie viel Salz allein in Brot und Brötchen steckt, aber auch in Wurst und Käse
Die empfohlene Menge Salz pro Tag liegt bei 5 Gramm, das entspricht etwa einem Teelöffel! In der Regel kommen wir in Deutschland auf fast die doppelte Salzmenge!
Die Auswirkungen von Salz können individuell sehr unterschiedlich sein. Schätzungen zufolge ist etwa jeder Dritte salzsensitiv und reagiert besonders empfindlich auf Salz. Unter den Menschen mit Bluthochdruck sind es sogar 50 Prozent. Bei deinem Hausarzt kannst du überprüfen lassen, ob du salzsensitiv bist.
Bei einer Salzsensitivität wird vermehrt Salz im Körper eingelagert, dadurch gelangt mehr Flüssigkeit ins Herz-Kreislauf-System, der Blutdruck steigt und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Andererseits ist es salzresistenten Menschen möglich, zu viel Salz effektiv auszuscheiden, ohne dass der Blutdruck wesentlich steigt.
Allerdings gilt für alle, ob salzsensitiv oder nicht: Zu viel Salz belastet unsere Nieren, die dafür sorgen, dass überschüssiges Salz ausgeschieden wird.
Zuviel Salz kann die Zusammensetzung der Bakterien im Darm verändern und dadurch unsere Darmflora und das Immunsystem schädigen. Zu viel Salz kann Übergewicht fördern, weil es unseren Appetit anregt. Ganz ohne Salz geht es aber auch nicht, es reguliert den Wasserhaushalt unseres Körpers und ist wichtig für die Verdauung und die Muskeln.
Tipps für eine salzarme Ernährung:
Verarbeitete Lebensmittel meiden, besonders in Brot, Käse, Wurst, Fischkonserven, Knabbergebäck, Instant-Gerichten, Fertigsaucen und Fertiggerichten steckt viel Salz. Schaut auf die Etiketten. Alles ab 1 Gramm Salz pro 100 Gramm sollte man im Supermarkt-Regal stehen lassen.
Am besten so oft wie möglich selbst kochen und kräftig mit Kräutern würzen.
Salzkonsum ist Gewöhnungssache: Es dauert eine Weile, bis auch salzarme Gerichte angenehm würzig schmecken. Das Gute: Eine Reduktion des Salzkonsums zeigt oft schon nach 2 bis 4 Wochen eine positive Wirkung auf den Blutdruck.
Welches Salz ist am besten für mich?
Natursalz enthält im Vergleich zu Tafelsalz eine größere Anzahl von Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium, Kalium und Eisen. Diese Mineralstoffe können zur Aufrechterhaltung eines gesunden Körpers beitragen und bei vielen Körperfunktionen eine wichtige Rolle spielen. Natursalz enthält keine Zusatzstoffe und Rieselhilfen. Salz ohne Rieselhilfen findet ihr vor allem in Bioläden. Füge deinem heimischen Salzstreuer dann einfach ein paar trockene Reiskörner zu. Diese nehmen die Feuchtigkeit auf und passen nicht durch die Löcher des Streuers.
Wenn du angereichertes Salz verwendest wie Jod, Fluorid oder Folsäure, achte darauf, dass du keine zusätzlichen weiteren Nahrungsergänzungsmittel einnimmst.
Gourmetsalze gibt es aus aller Welt, wie Himalaya-Salz, das meist aus Pakistan kommt oder Ozeansalz aus Indien, Inka-Sonnen-Salz aus Peru, Ursalz (oder Steinsalz), das aus den gleichen Bergwerken wie Tafelsalz stammt, nur dass es nicht raffiniert ist und deswegen etwa 2 % mehr Mineralstoffe enthält. Zu erwähnen wären noch Kräutersalze, die man fertig kaufen kann oder auch selbst herstellen kann.
Quellen: verbraucherzentrale.de / die Ernährungsdocs-NDR
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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