Recklinghausen-Suderwich. In unserer digitalen Welt ist das Online-Shopping etabliert und kaum noch wegzudenken. Es ist daher ein beliebtes Spielfeld für umfangreiche Betrügereien. Aktuell warnt die Polizei vor einer neuen Variante des sogenannten „Dreiecksbetruges“.
Gerade in einer Zeit, In der alles teurer wird, sind Kunden auf der Suche nach günstigen Einkaufsmöglichkeiten und reagieren gerne auf Schnäppchen. Auf Plattformen wie Ebay oder Amazon finden sich günstige Angebote für nahezu jeden Artikel. Ein beliebtes Spielfeld, welche Kriminelle für sich entdeckt haben. Ging es ihnen bislang darum illegal an Waren zu gelangen, sind sie in dieser Variante auf Geld aus.
Mit gefakten Shops und Accounts bieten die Täter beliebte Produkte günstig an, ohne sie tatsächlich zu besitzen. Wenn ein Produkt vom Kunden bestellt und bezahlt wird, bestellen die Betrüger diesen Artikel im Namen und mit den Daten des Bestellers bei einem Drittanbieter in einem seriösen Onlineshop auf Rechnung oder mittels gefälschter Kontodaten.
Die Lieferung erfolgt dann tatsächlich beim ursprünglichen Besteller, der zunächst keinen Verdacht schöpft, da er die Ware erhalten hat. Der Betrug fällt auf diese Weise erst sehr spät auf und gibt den Betrügern so die Möglichkeit, auf diesem Weg noch viele weitere Menschen zu betrügen und in aller Ruhe ihre Spuren zu beseitigen.
Erst wenn der seriöse Drittanbieter, der letztlich die Waren geliefert hat, Mahnungen oder Inkassoschreiben an die Postanschrift des Käufers schickt, fällt diese Betrugsmasche auf. Denn die vorherigen Mahnungen via E-Mail im Postfach der Betrügers wurden ungelesen gelöscht. Der Käufer wundert sich über die Mahnung einer bereits bezahlten Rechnung. Erst jetzt erfolgen Nachfragen und Ermittlungen. Wochen oder Monate nach der Tat.
Das Ergebnis ist, dass das Betrugsopfer letztlich als Täter gilt, der seine Rechnung nicht zahlt. Wenn er sie weiterhin nutzen möchte oder die Ware bereits in Betrieb genommen hat, muss er sie ein weiteres Mal bezahlen.
So schützt du dich vor Dreiecksbetrug:
Wenn es doch passiert ist:
(Quelle: LKA Hamburg / NDR)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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