Recklinghausen-Suderwich. Diese Information des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vom 15. Januar diesen Jahres klingt zuerst einmal nach einer guten Nachricht. Laut den Messungsergebnissen aus dem Jahre 2022 weisen nur wenige Lebensmittel eine Pestizid-Belastung.
Doch gibt es durchaus „Ausreißer“, worunter allerdings Lebensmittel fallen, die besonders von gesundheitsbewussten Menschen vornehmlich konsumiert werden, nämlich Chiasamen (Überschreitung der Grenze um 53,3 Prozent), getrocknete Kräuter aus Kräutertees (Überschreitung um 18 Prozent), Granatäpfel (18,7 Prozent)und einigen Sorten von Bohnen. Insgesamt fällt auf, dass Produkte aus Nicht-EU-Staaten um ein Vielfaches stärker belastet sind, als aus EU-Staaten.
Aber auch eine geringe Belastung auf unseren Lebensmitteln von Pestiziden kann Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben, denn Pestizide, ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Stoffen, werden insgesamt zu den gefährlichsten Umweltgiften überhaupt gezählt. Dabei sind nicht nur wir als Konsumenten gefährdet, sondern vor allem Kleinbauern in ärmeren Ländern, die tagtäglich ohne geeignete Schutzkleidung mit den Giften hantieren.
Pestizide, von denen in Europa ca. 500 Stoffe erlaubt sind, lassen sich in drei Gruppen unterteilen, nämlich Insektizide (gegen Fraßinsekten), Herbizide (gegen unerwünschten Beiwuchs) und Fungizide (gegen Pilzerkrankungen). Zwar gibt es, wie Eingangs schon besprochen, eine gesetzlich festgelegte Belastungsgrenze, aber es ist auch bekannt, dass einige hierzulande eingesetzte Stoffe krebserregend sein können. Außerdem stehen manche Stoffe im Verdacht, den Hormonhaushalt zu stören und sogar die Entwicklung von Embryonen beeinflussen.
Was können wir Verbraucher also mit unserem Konsumverhalten tun, um uns aber auch die Produzenten zu schützen:
Es gilt: Robuste Sorten wie Wurzelgemüse, Kohlsorten und Kartoffeln sind wenig belastet.
(Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelschutz, www.bvl.bund.de)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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