Recklinghausen-Suderwich. Jeder von uns benutzt sie Tag ein, Tag aus beim Bezahlen von Waren – unsere uns bekannten Euro-Banknoten. Aber kennen wir diese wirklich so gut wie wir glauben? Diese Frage habe ich mir in den vergangenen Wochen gestellt, da ich zwei Euro-Banknoten mit gleichem Wert hatte, doch beide sahen unterschiedlich aus. Wie kann das sein?
Zur Geschichte
Am 1. Januar 2002 haben wir das neue Geld beim Einkaufen oder am Bankautomaten erhalten. Seitdem haben wir die meisten im Umlauf befindlichen Banknoten mit den verschiedenen Wertigkeiten mal mehr oder weniger oft in den Fingern gehabt. Doch die Geldscheine haben sich in den Jahren zum Teil in ihrer Optik verändert. So wurde zum Beispiel ein neuer 50 Euro-Schein am 4. April 2017 herausgegeben. Aber auch andere Banknoten wurden im Design geändert oder sind sogar bis heute nicht neu aufgelegt worden, wie die 500 Euro-Banknote.
Aber wie erkenne ich, ob der Schein wirklich echt ist?
Dazu gibt es mehrere Sicherheitsmerkmale im und an dem jeweiligen Schein, welche durch drei wichtige Vorgehensweisen (fühlen, sehen und kippen) überprüft werden können. Wir wissen durch den täglichen Gebrauch von Geldscheinen, wie diese sich anfühlen sollten.
Gefälschte Banknoten erkennt man daher schon an der Haptik, da das von der Bundesbank verwendete Papier einzigartig in der Beschaffenheit ist. Im Übrigen sind die Banknoten in jedem Euro-Land identisch. Herausgeber der Banknoten ist die europäische Zentralbank. Des Weiteren gibt es auch Texte auf dem Schein, welche in der für Blinde lesbaren Brailleschrift angelegt sind.
Bei der Prüfmöglichkeit „sehen“ gibt es verschiedene Merkmale wie z. Bsp. das den Älteren von uns bekannte Wasserzeichen der „Deutsche Mark Banknoten“. Weiterhin gibt es einen Hologramstreifen und die Unterschrift des zur Zeit der Herausgabe im Amt befindlichen Präsidenten/Präsidentin der europäischen Zentralbank.
Wenn ihr den Geldschein ein wenig kippt, dann könnt ihr in der unteren linken Wertangabe des Scheines einen farbigen Balken erkennen, welcher die Farbe der Wertangabe von Purpurrot zu Olivgrün oder Braun verändert.
Was passiert, wenn ich doch einmal eine sogenannte „Blüte“ habe?
Wer Falschgeld entgegennimmt und dieses zu spät erkennt, hat in mehrfacher Hinsicht den Schaden: Ihr erhaltet keine Entschädigung für das Falschgeld und wer Falschgeld weitergibt, macht sich strafbar
Wenn ihr dann doch einmal eine falsche Banknote in euren Händen habt, rät das Bundeskriminalamt (BKA) zu folgenden Punkten:
Prinzipiell gilt für euch jedoch: Unternehmt nichts, wodurch ihr euch oder andere Personen in Gefahr bringt!
Was ist zu tun, wenn ein echter Geldschein einmal zerrissen ist?
Als wichtigste Information gilt, dass ihr euch in der Regel keine Sorgen machen müsst. Banknoten verlieren nicht automatisch an Wert. Handelt es sich bei euch um einen kleinen Riss, dann könnt ihr diesen mit einem transparenten Klebefilm reparieren.
Ihr solltet nur wissen, dass beim Bezahlen im Geschäft oder Restaurant diese nicht verpflichtet sind, einen reparierten oder beschädigten Schein anzunehmen. Besser ist bei einer Bank oder Sparkasse nachfragen, ob ihr den defekten Schein gegen eine intakte Banknote tauschen könnt.
Sollte die Bank sich dazu weigern, habt ihr als Betroffene die Möglichkeit, euch an die Bundesbank zu wenden. Entweder könnt ihr dies über eine Filiale der Bundesbank in eurer Nähe machen oder per Post. Dann solltet ihr neben der beschädigten Banknote auch den ausgefüllten Erstattungsantrag der Bundesbank (erhältlich auf der Website der Bundesbank) mitsenden.
Wichtig: Damit die Banknote getauscht werden kann, muss noch über die Hälfte der Banknote vorhanden sein oder es muss nachweisbar sein, dass die andere Hälfte vernichtet wurde.
(Quellen: Europäische Zentralbank, Deutsche Bundesbank, tagseschau.de, Verbraucherzentrale, Stadt Spiegel Gelsenkirchen)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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