Recklinghausen-Suderwich. Das Internet, als weltumspannendes Netzwerk, bietet bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für Kommunikation, Datenaustausch, gemeinsames Arbeiten und Visualisieren. Aber gleichzeitig gibt es gleichviele Möglichkeiten Daten auszuspähen, Technik lahmzulegen, zu betrügen und generellen Schaden anzurichten. Wer will da schon sensible Daten via Internet übertragen?
Dazu gibt es das VPN (Virtual Private Network)
Eine physikalische Verbindung der Netzwerkkomponenten existiert beim VPN nicht. Die Endgeräte (Handy, Tablett, PC) sind durch das Internet miteinander verbunden, indem der VPN-Server (Softwareprodukt) jedem Endgerät eine neue IP-Adresse und eine sichere Verschlüsselung zuweist. Die Verwendung der IP-Adresse und des Schlüssels isoliert dich von allen anderen Teilnehmern des Internets. Die Verbindung existiert in einem sogenannten („VPN-) Tunnel“ ohne Kontakt zum übrigen Internet.
Ein solcher „VPN-Tunnel“ ist für Universitäten, Firmen und Behörden bei räumlich getrennten Standorten seit langem unerlässlich, erfreut sich aber auch immer mehr in privaten Bereichen großer Beliebtheit. Die Anwendungsvielfalt ist dabei unerschöpflich und nicht nur bei der Nutzung öffentlicher WLAN-Hotspots sinnvoll. Auch wenn du verhindern möchtest, dass deine Smart-Home Verbindung gekapert wird ist eine Verbindung durch einen VPN-Tunnel angeraten. Gerade hierbei solltest du bereits beim Kauf deiner Smart-Home Geräten darauf achten, dass diese von unterwegs nicht über eine herstellereigene Cloud, sondern via VPN steuerbar sind.
VPN bezeichnet eine Technologie, nicht den Hersteller einer Technik. Daher ist die Auswahl groß und unübersichtlich und richtet sich nach deinen Bedürfnissen und deinem Nutzungsverhalten. Grundvoraussetzung der Datensicherheit ist jedoch immer ein vernünftiger Basisschutz deines Endgerätes.
VPN über Router
Für Privatanwender ist oft eine einfache und sichere VPN-Einrichtung über den Router (z.B. AVM) im Zentrum des eigenen Netzwerkes möglich. Hier sind alle Endgeräte des verbundenen Heim-Netzwerks gleich mit geschützt, selbst wenn z.B. deine IP-Kamera keine eigene Option für VPN bietet. Darüber hinaus ist die Einrichtung des Dienstes relativ schnell und unproblematisch möglich (Anleitung / Herstellerseite).
HTTPS ist "KEIN VPN!" VPN über NAS-Speicher oder PC
Die Einrichtung der VPN Software kann natürlich sowohl auf einem PC oder einem NAS-Speciher erfolgen. Dabei sind jedoch oftmals sogenannte Portweiterleitungen erforderlich. Da diese Weiterleitungen risikobehaftet sind, sollte das nur sehr versierten Nutzern vorbehalten sein.
VPN über VPN-Anbieter
Ob Android, Windows, Linux oder iOS, VPN-Apps gibt es für alle Systeme in großer Auswahl für dein(en) PC, Mac, Smartphone, Tablet. Maßgebliche Kriterien sind hier eine schnelle Anbindung an das VPN, mehrere Serverstandorte um auch bei einer hohem Traffic (Internetauslastung) noch genügend hohe Datengeschwindigkeit sicherzustellen. Bedenke bei deine Wahl jedoch, dass bei ausländischen Servern die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) keine Gültigkeit hat. Da dein gesamter sensibler Datenverkehr über diese Server läuft ist hier Vorsicht angebracht. Bei Gratis- (Software-) Angeboten ist der Vergleich mehrerer Anbieter sinnvoll denn das „Gratis“ sehr oft mit Geschwindigkeits- oder Funktionseinschränkungen einher und wird auch gerne mit den persönlichen Daten „bezahlt“.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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