Recklinghausen-Suderwich. Vielleicht ist der eher neudeutsche Begriff “Granola” noch nicht bei jedem angekommen, und doch geistert er mehr und mehr durch Foodblogs und –magazine. Außerdem hat bestimmt jeder von uns einmal vor dem Müsliregal gestanden und eine Packung Knuspermüsli in der Hand gehalten; denn nichts anderes verbirgt sich hinter dem klangvollen Namen Granola: ein gebackenes, gehaltvolles Knuspermüsli. Dieser Trend ist natürlich aus den USA zu uns gekommen.
Leider hat die industriell hergestellte Variante eine ziemlich lange Zutatenliste, welche diverse Emulgatoren, Regulatoren und Triebmittel beinhaltet. Was spricht also dagegen, einfach einmal selbst zum Kochlöffel zu greifen und ein Knuspermüsli herzustellen?
Denn die Herstellung ist simpel und fix gemacht, man kann seine individuelle Lieblingsmischung herstellen und nach Lust und Laune variieren. Sie ist preisgünstiger und unerwünschte Zutaten, wie z.B. Palmöl oder Industriezucker können umgangen werden. Hier ein Grundrezept für ca. 6 Portionen aus dem Backofen:
Die Basis für eure Müslimischung bilden 300 g Getreideflocken: Haferflocken, Dinkelflocken, Roggenflocken, Sojaflocken oder eine Mischung daraus. Darunter mischt ihr ca. 100 g Nüsse gehackt oder gehobelt und/oder Saaten: alle Nussorten (z. B. Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, Paranüsse, Pekannüsse usw.) sind erlaubt, sowie Sonnenblumenkerne, Chia-Samen, Leinsamen, Kürbiskerne und Kokosflocken.
Nun werden die Gewürze daruntergemischt: Eine Prise Salz rundet den Geschmack ab, außerdem könnt ihr je nach Geschmack Vanilleextrakt, Zimt, Tonkabohne, Backkakaopulver o. ä. verwenden. Dann kommt der “Kleber” hinzu: Hierfür benötigt ihr ca. 125 g Süßungsmittel, wie Honig, oder einen Sirup, wie Agaven- Apfel- oder Birnendicksaft, Ahornsirup, Reissirup, oder ähnliches und 100 g Fett, wie Rapsöl oder Kokosöl.
Ich habe eine Mischung aus Kokosöl (für den Geschmack) und Rapsöl verwendet. Mit den Süßungsmitteln gilt es, etwas zu experimentieren, die 125 g-Mengenangabe bezieht sich auf die Verwendung von Honig. Alternativ könnt ihr das Süßungsmittel ganz weglassen.
Honig und Fett werden in einem Topf langsam und schonend erhitzt, gemischt und gründlich unter die trockenen Zutaten gemixt. Im Optimalfall hat jede Zutat etwas von dem Kleber abbekommen!
Der Backofen wird auf 180° (Umluft 160°) vorgeheizt. Nun könnt ihr eure Mischung noch mit gehackten Trockenfrüchten (Rosinen, Cranberries, Bananenchips, usw.) aufpeppen, auf das Backblech streichen und ca. 10 Minuten backen. Dann werden die Granolastücke gewendet und für ca. 6 bis 10 Minuten weitergebacken. Nun solltet ihr euer Granola möglichst im Auge behalten, denn es kann schnell zu dunkel werden.
Danach lasst ihr es vollständig auskühlen und füllt es in Behälter um (die arbeitslosen Weihnachtskeksdosen eignen sich prima dafür!). Nun ist euer Granola mind. zwei Wochen haltbar.
Viel Spaß beim Experimentieren und Genießen!
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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