Recklinghausen-Suderwich. Kichererbsen spielten in unserer traditionellen Küche bislang keine oder kaum entsprechende Rollen. Zum Glück hat sich dies in den vergangenen Jahren grundlegend geändert, denn die kleine und unscheinbare Hülsenfrucht hat es durchaus in sich.
Kichererbsen punkten mit vielen Proteinen, liefern viele Mineralstoffe, wie Eisen für die Blutbildung, Calcium für Zähne und Knochen sowie Magnesium für Nerven und Muskeln. Außerdem machen sie lange satt und können durch ihren hohen Gehalt an verdauungsfördernden Ballaststoffen unseren Blutzuckerspiegel in Balance halten und somit Heißhunger-Attacken verhindern.
Kichererbsen lassen sich in der Küche sehr vielseitig verwenden: in Currys, Suppen, Salaten, püriert als Dip, wie Hummus oder als Zutat für die bekannten Falafeln. Auch als Snack-Alternative gewürzt und im Ofen gebacken, machen sie eine gute Figur.
Zu Hause ist die Kichererbse, die keine Erbse ist, eher in Südeuropa, Indien, Nordafrika, Vorderasien und allen arabischen Ländern, da für ihren Anbau Wärme benötigt wird. Ihren Namen hat sie nicht, weil ihr Genuss Heiterkeit auslöst, sondern vom Lateinischen “cicer”, Erbse. Im Althochdeutschen machte man dann daraus “Kihhira”, was dann letztendlich zu “Kicher” wurde. Ihr Geschmack kann mit mild und nussig beschrieben werden. Im Handel erhält man sie als Dosen- oder getrocknete Ware.
Und hier ein Haushaltstipp: Kichererbsen, weiße Bohnen und Co. sind lecker und gesund. Doch greife ich hier oft auf Dosenware zurück, weil es superschnell geht und ziemlich einfach ist. Dosen und Gläser können zwar recycelt werden, aber der Energieaufwand dafür ist dennoch immens. Und nehme ich doch einmal die getrocknete Version, ärgere ich mich, weil eine kleine Portionsmenge sich zeit- und energietechnisch überhaupt nicht lohnt zu kochen und die kleinen getrockneten Freunde oft schon nicht mehr weich werden wollen, da sie überlagert sind.
Wenn es euch auch so ähnlich gehen sollte, habe ich hier für euch einen guten Tipp:
Ich weiche die entsprechenden Hülsenfrüchte über Nacht ein, koche sie am nächsten Tag nach Anleitung und friere sie portionsweise ein. So habe ich immer einen kleinen Vorrat, der auch noch, im Gegensatz zur Dosenversion, mehr Biss und einen angenehmeren Geschmack hat. Außerdem kann man ein Vielfaches an Müll und Kosten einsparen.
Eine Dose Kichererbsen beispielsweise, kostet zwischen 0,59 und 1,49 € während man 500 Gramm Getrocknete in Bioqualität beim Discounter schon ab 0,99 € bekommen kann.
Hier ein Rezepttipp:
Kichererbsen-Möhren-Curry (4 Portionen), fertig in 25 Minuten
Nach Geschmack Koriander zum Garnieren
1. Schritt: Zwiebel schälen und fein würfeln. Möhren schälen, waschen und in Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel zugeben und glasig dünsten. Möhren, Curry und Muskat zufügen und unter Rühren mit anschwitzen. Kokosmilch, Tomaten und Sahne unterrühren, mit Salz würzen und ca. 10 – 15 Minuten köcheln lassen.
2. Schritt: Kichererbsen abgießen, abspülen und abtropfen lassen. Spinat waschen und abtropfen lassen, beides zum Curry geben und weitere 5 Minuten köcheln. Würzig abschmecken und mit Koriander bestreut servieren. (Rezept gefunden bei: kochen & genießen, Nr. 4, April 2021)
Dazu schmeckt Fladenbrot oder Naan-Brot.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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