Recklinghausen-Suderwich. Instagram, Youtube, Flickr, und viele mehr versuchen dem User und seinem Wirken Bekanntheit zu verschaffen. Dazu werden dem User Statistiken zum Nutzungsverhalten und weitere Daten zur Verfügung gestellt. Vielen reicht das aber nicht - und an dieser Stelle kommen Drittanbieter mit Ihren Programmen und Tools ins Spiel!
Es klingt sehr verlockend zu erfahren, aus welchen Ländern und Regionen die Besucher kommen, welche Plattform sie nutzen und welches Betriebssystem sie installiert haben, aber auch von welcher anderen Seite sie zu einem gelangt sind.
Doch Obacht: Die meisten dieser Tools verstoßen gegen die Nutzungsbedingungen von Instagram und Co und die Verwendung kann durchaus zur Löschung deines Kontos führen!
Daher solltest du generell diese Apps von Drittanbietern, die dir mehr Informationen zu deinem Kanal liefern, meiden. Denn sie können diese Daten nur erfassen, wenn diese Apps sich mit deinen Anmeldedaten (Benutzername und Passwort) einloggen.
Dies geschieht bei „XProfile“ auf einer gefakten Insta-Anmeldeseite. Das ist Phishing! Dies wiederum verschafft den Apps, bzw. deren Betreiber, die Möglichkeit Beiträge in deinem Namen zu Liken, kommentieren oder gar eigene Beiträge unter deinem Namen zu veröffentlichen oder aber automatisierte Datenanfragen zu starten.
Ein wirkliches Horror-Szenario ist jedoch, wenn dein Konto gekapert wurde, d.h. die Betreiber der Statistik-App melden sich in deinem Konto an, ändern den Benutzernamen und das Passwort und übernehmen so dein Konto, dir bleibt der Zugang künftig verwehrt. Das ist der Worst-Case!
Die Apps „XProfile“ und „Reports+“ sind nur zwei Beispiele für Instagram. Diese beiden wurden bis zum Februar 2021 mit jeweils mehr als 10 Millionen Installationen im Google Playstore gelistet. Auf Nachfragen stellte eine Instagram - Sprecherin klar, das diese Apps durch die Behauptung derartige Funktionen zur Verfügung zu stellen gegen die Vertragsbedingungen verstoßen. Daher kann eine Nutzung letztlich zur Sperrung des eigenen Kontos führen.
Oftmals bemerkst du zunächst nicht einmal, das das dein Konto gekapert wurde. Zur Kontrolle solltest du hin und wieder ein Auge auf den Account-Status werfen. Dort zeigt Instagram an, ob dein Konto als verdächtig eingestuft wurde und kurz vor einer Sperre steht. Instagram kann nicht erkennen das die verdächtigen Aktionen von einer App und nicht von dir ausgegangen sind.
Wenn bereits eine Sperrung erfolgt ist kannst du nur noch Widerspruch einlegen und hoffen, dass dein Konto wieder freigeschaltet wird. Ein Zeitrahmen kann eine Zeit dauern, denn jeder Widerspruch wird individuell bewertet.
Wenn du eine solche App installiert hast und sie loswerden möchtest, solltest du sie nicht nur einfach löschen. Vor dem Löschen solltest du unbedingt in den Einstellungen von Instagram die aktuellen Anmeldungen kontrollieren. Ausser deiner eigenen Anmeldung (jetzt aktiv) müssen alle anderen gelöscht werden. Nach dem Löschen noch das Passort ändern und erst dann die Deinstallation der Statistik-App(s)! Die Reihenfolge ist hier für den Erfolg entscheidend.
Fazit:
Grundsätzlich solltest du die Finger von Programmen lassen, die dir mehr Infos über deinen Kanal liefern wollen als es Instagram in den Insights macht! Denn wenn Instagram diese Infos nicht bereitstellt - woher sollten sie denn sonst kommen?
Wenn hier von Instagram die Rede ist, gilt das Gleiche auch für alle anderen sozialen Netzwerken und Apps, wie z.B. Flickr, YouTube, u.v.m.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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