Recklinghausen-Suderwich. Klingt typisch italienisch: Radicchio. Doch nicht nur der Name kommt aus Italien, auch die Art, ihn zuzubereiten, stammt von „la mamma“. Trotzdem oder gerade deshalb erfreut sich das bitter schmeckende Gemüse mit den attraktiven roten Blättern auch bei uns steigender Beliebtheit.
Wissenwertes über Radicchio
Seinen Zweitnamen „Roter Chicorée“ trägt der Radicchio aus gutem Grund, denn abgesehen von einer sehr engen botanischen Verwandtschaft ähneln sich auch die Anbaumethoden - und im Geschmack gibt es ebenfalls Parallelen, wie z. B. die Bitterkeit. Radicchio schmeckt leicht bis deutlich bitter, mit einer herbwürzigen Note.
Die äußeren Blätter werden bereits auf dem Feld entfernt und auf den Markt kommen nur die fest geschlossenen Innenköpfe. In der Zeit von Juni bis Oktober kommt er bei uns frisch vom Feld, außerhalb dieser Zeit auch aus den Gewächshäusern.
Wie gesund ist Radicchio?
In Radicchio steckt reichlich von dem Bitterstoff Intybin, der auf die Blutgefäße und die Verdauung günstig wirkt und die Produktion von Gallensäften anregt. Früher nahm man Radicchio daher auch als Haus- und Naturheilmittel für einen gestressten Magen und Darm.
Das geschmackvolle Gemüse macht übrigens in jeder Hinsicht eine gute Figur: Radicchio enthält praktisch kein Fett und entsprechend wenige Kalorien, dafür aber umso reichlicher wichtige Ballast- und Mineralstoffe. Mit rund 28 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm kann Radicchio außerdem dazu beitragen, dass unsere Abwehrkräfte in Schwung bleiben.
Zubereitungstipps
Die meisten kennen ihn wahrscheinlich als Zutat in frischen Salaten. Besonders beliebt ist bei vielen auch die Kombi mit Früchten, die einerseits ein schönes Kontrastprogramm fürs Auge bieten und andererseits den bitteren Geschmack von Radicchio angenehm mildern.
Ein besonderer Hingucker sind rohe Radicchioblätter mit einer leckeren Füllung wie zum Beispiel frisch gemachtem Früchtejoghurt. Auch Krabbensalat, marinierter Mozzarella oder ein Mix aus Tomate und Basilikum passen perfekt.
Die Italiener mögen ihren Radicchio besonders gerne als Gemüse in wamen Gerichten, wie Risotto, Nudeln mit Radicchio oder Lammhackpizza mit Radicchio.
Unser Rezept für 2 Personen für Birnenpasta mit Radicchio und Walnüssen:
2 kleine Schalotten, 1 kleiner Kopf Radicchio, 2 kleine Birnen, 25 g Walnusskerne, 200 g Vollkornpasta, 1 ½ EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, 100 ml Sojacreme (oder Hafercreme).
Schalotten schälen und sehr fein würfeln. Radicchio putzen, waschen, trocken schleudern und in feine Streifen schneiden. Birnen waschen, vierteln, entkernen und in 1 cm große Würfel schneiden. Walnüsse grob hacken. Walnüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze leicht rösten, herausnehmen. Die Pfanne auswischen. Die Nudeln in kochendem Salzwasser nach Packungsanleitung garen. Inzwischen Öl in die Pfannen geben, Schalotten- und Birnenwürfel darin bei mittlerer Hitze 5–6 Minuten unter Rühren dünsten.
Walnüsse wieder in die Pfanne geben. Sojacreme in die Pfanne geben und 2–3 Minuten cremig einkochen lassen, mit Salz und Pfeffer würzen. Nudeln abgießen und gut abtropfen lassen. Zusammen mit den Radicchiostreifen in die Sauce geben. Alles gründlich mischen und nach Belieben mit reichlich frisch gemahlenem Pfeffer direkt aus der Mühle servieren.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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