Recklinghausen-Suderwich. Kennen wir es nicht alle? Kaum klettern die Temperaturen, sind sie wieder da: unsere kleinen Freunde, die Fruchtfliegen. Kaum hat man die erste gesichtet, machen sich Kolonien von ihnen in unserer Küche breit. Gefährlich für die Gesundheit ist das zwar nicht, aber lästig sind sie schon.
Und sie vermehren sich in einem rasanten Tempo: Kann doch ein Weibchen der Drosophila ca. 100 Eier pro Tag legen, welche sich je nach Außentemperatur in ein bis zwei Wochen zu einer fertigen Fruchtfliege entwickeln. Da heißt es, schnell zu handeln, bevor sie sich übermäßig ausbreiten.
Offene Müllbehältnisse und Obstschalen bieten bequeme Kinderstuben für die kleinen Plagegeister, deshalb Mülleimer gut verschließen und oft die Tüten wechseln und von eventuellen ausgelaufenen Flüssigkeiten reinigen. Obst und Gemüse sollten möglichst im Kühlschrank gelagert werden. Bananen und Tomaten, welche durch Kühlung ihr Aroma verlieren würden, kann man mit einem sehr feinmaschigen Fliegennetz abdecken und darauf achten, dass nichts verschimmelt oder fault; denn diese Gerüche wirken sehr anziehend.
Geschirr und die Küchenarbeitsplatte, sowie Schneidebrettchen sofort nach dem Gebrauch reinigen, denn auch Essensreste oder Flüssigkeiten ziehen die Fliegen an. Das gleiche gilt für die Spülmaschine: Nicht offenstehen lassen und öfter einmal anstellen.
Sollten die kleinen Plagegeister schon Einzug gehalten haben, kann man Folgendes machen:
Bei mir zu Hause hat sich beispielsweise die Fruchtfliegenfalle etabliert. Sie gibt es fix und fertig im Handel zu kaufen, kann aber auch mit einfachen Mitteln selbst gemacht werden. Man benötigt lediglich ein Behältnis für Flüssigkeit. Dorthinein gibt man wahlweise etwas Essig oder Wein, Fruchtsaft und ganz wichtig, einen Spritzer Spülmittel. Die Fliegen werden von der Süße des Saftes und dem Hefegeruch des Weins oder Essigs angezogen. Durch das Spüli verliert die Flüssigkeit ihre Oberflächenspannung und die Fliegen gehen unter. Es ist meist sehr erschreckend, wenn man das Saft-Essig-Gemisch nach einigen Tagen entsorgt und entdeckt, wie viele Fliegen man gefangen hat.
Ein weiterer Trick ist, ein Stück reife Banane in eine Schüssel zu legen und mit Frischhaltefolie abzudecken. In diese werden kleine Löcher gepikst, so dass die Fliegen rein-, aber nicht mehr rauskommen. So kann man die gefangenen Fliegen auch guten Gewissens einige Meter entfernt von der Wohnung im Freien wieder fliegen lassen. Auch soll der Geruch von Zimt oder Lavendel die Fliegen abschrecken, sich breit zu machen.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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