Recklinghausen-Suderwich. Unser Körper besteht bis zu 80 % aus Wasser. Ohne ausreichend Nachschub nehmen unsere Organe Schaden und funktionieren schlecht. Das gilt auch für Konzentration und Denken. Wie viel aber solltest du trinken? Und was?
Trinkmenge
Wasser hat viele und wichtige Funktionen im Körper:
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt einen Richtwert von 1,5 Liter pro Tag. Wie eingangs gesagt: bei Hitze, beim Sport oder einer anstrengenden körperlichen Arbeit kann die drei- bis vierfache Menge notwendig sein. Abhängig ist die Trinkmenge auch von Alter und von der Körperoberfläche (je größer die Fläche, desto mehr Verdunstung).
Wir verlieren ständig Wasser über Nieren, Lunge, Haut und Urin. Deshalb ist immer wieder Ersatz schaffen. Das Durstempfinden setzt erst ein, wenn der Körper mehr als 0,5 Prozent seines Gewichts in Form von Wasser verloren hat. Du solltest vorher trinken!
Folgen von Wassermangel
Weitere Merkmale:
Wer das Trinken nachholt, gleicht diese Probleme rasch aus. Bevor es dazu kommt: über den Tag verteilt trinken, z.B. alle zwei Stunden ein Glas.
Auf Vorrat trinken bringt nichts. Der Körper kann das Wasser nicht speichern.
Was trinken?
Am besten Leitungswasser. Das ist in Deutschland eines der am besten überwachten Lebensmittel. Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, Saftschorlen (1 Teil Saft / 3 Teile Wasser) löschen ebenso den Durst.
Weniger empfohlen sind kalorienfreie Softgetränke und Energy-Drinks. Sie enthalten oft Süßungsmittel und Aromastoffe. Bei regelmäßigem Genuss kann eine Vorliebe für Süßen entstehen. Und das ist eben nicht gesund. Gar nicht zu empfehlen sind gesüßte Getränke – viel Kalorien, viele Kilos auf der Hüfte.
Kaffee und schwarzer Tee ohne Zucker sind okay. Wegen der Wachmacher Koffein und Theobromin in Maßen trinken. Etwa drei bis vier Tassen pro Tag schaden nicht. Bei starkem Schwitzen kann der Körper die Salzbalance verlieren. Da hilft eine kleine Prise Salz oder ein hoher Mineralgehalt im Wasser zum Ausgleich.
Tipps für Trinkmuffel
Ein Drittel der hierzulande Lebenden trinkt nicht genug Wasser. Gehörst du auch zu den Trinkmuffeln?
Hier ein paar Vorschläge zur Abhilfe:
Wem Wasser-pur zu fad ist: man kann es aufpeppen durch Bio-Kräuter und -Zitrusschalen, Gurke, Dill, Ingwer, Minze. Siehe unser Beitrag „Infused Water“ vom 30. Juli 2020, über die Website mit Hilfe der Suchfunktion (Hauptseite oben rechts) zu finden.
Wasser „essen“
Nicht nur trinken – essen geht auch, in Form von Gemüse und Obst. Salat, Tomaten, Gurken, Sellerie, Honig- und Wassermelonen, Pfirsiche, Trauben oder Erdbeere bestehen zu mehr als 90 Prozent aus Wasser. Ihr Genuss ist an heißen Tagen eine gute Unterstützung bei der Flüssigkeitsversorgung. Sie sind zudem reich an gut verdaulichen Ballaststoffen. Schwer Verdauliches macht dem Körper besonders an heißen Tagen zu schaffen.
Süßes – und die gesüßten Getränke gehören dazu – bedeutet für den Körper zusätzlich Mühe bei der Verarbeitung. Dazu kommt: Wenn der Körper viel schwitzt, wird das Blut im Verdauungstrakt dicker. Da gilt es für Wassernachschub zu sorgen.
Die richtige Temperatur
Eisgekühlte Erfrischungsgetränke löschen den Durst nur kurzfristig. Sie können manchmal zu Magenproblemen führen. Getränke sollten nicht zu heiß und nicht zu kalt sein. Sehr heiße Getränke fördern das Schwitzen, sehr kalte signalisieren dem Körper: „mehr Wärme erzeugen“. Das kann den Kreislauf belasten.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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