Recklinghausen-Suderwich. Holunderbeeren werden von Ende August bis Anfang September geerntet. Sie enthalten viele Anthocyane. Diese wasserlöslichen Farbstoffe sind für die intensive Färbung der Beeren verantwortlich.
Anthocyane sind sehr gesund, sie gehören zu den Flavonoiden. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die den Körper vor Entzündungen und vor alterungs- oder krankheitsbedingten Zellschäden schützen. Ebenso gut können sie Rheuma- oder Osteoporose-Beschwerden lindern.
Die Beeren enthalten noch viele andere wertvolle Inhaltsstoffe, wie z. B. Vitamin C, B-Vitamine, Gerbstoffe und Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Eisen. Aber nicht alles in der Beere ist gesund. Es gibt auch Giftstoffe. Der Giftstoff Sambunigrin verursacht Bauchkrämpfe, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Um diesen Stoff zu neutralisieren, müssen Holunderbeeren vor dem Verzehr auf mindestens 80° erhitzt werden. Das allerdings führt auch dazu, dass ein Teil des hitzeempfindlichen Vitamin C zerstört wird.
Holunderbeeren kommen gern in der Erkältungszeit zum Einsatz. Sie sind aber auch super geeignet, um euch davor zu schützen. Ihr kennt sicher Holundersirup und Holundergelee. Hier präsentieren wir euch unser Lieblingsrezept, das ihr vielleicht noch gar nicht kennt: Holunderbeersuppe.
Für 2 Personen braucht ihr:
150 g Holunderbeeren
1 Zwiebel
1 Apfel
2 Karotten
½ Blumenkohl
1 Stück Kurkuma
50 ml Apfelessig
500 ml Gemüsefond
100 ml Holundersaft
50 g Butter sowie
Salz und Pfeffer
Zubereitet wird die Suppe folgendermaßen:
Holunderbeeren gut waschen. Gemüse putzen. Zwiebel und Apfel in Würfel, Karotten und Kurkuma in Scheiben, Blumenkohl in kleine Stücke schneiden. Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebeln anschwitzen. Apfelstücke dazugeben, kurz anbraten, dann Kurkuma, Karotten und Blumenkohl hinzufügen. Kurz anbraten, Apfelessig dazugeben und alles mit Gemüsefond ablöschen. Kochen lassen, bis das Gemüse bissfest ist. Dann den Holundersaft hinzugeben. Kurz aufkochen und die Holunderbeeren hinzufügen.
Die Suppe jetzt nur noch bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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