Recklinghausen-Suderwich. Wer gesünder leben möchte, greift zu Zuckeralternativen. Doch wie gut tun uns Honig, Agavendicksaft & Co. wirklich? Und wie schmecken sie überhaupt?
Viele Alternativen sind im Umlauf, wie z. B. Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup, Birkenzucker (Xyilith), Kokusblütenzucker, Stevia, Reissirup, Erythrit.
Um Zucker auszutauschen, gibt es viele Alternativen. Welche für dich dabei die Richtige ist, entscheidet immer auch dein persönlicher Geschmack sowie der vorgesehene Verwendungszweck. So ist Kokosblütenzucker beispielsweise recht kostspielig, wohingegen sich Stevia nicht zum Backen eignet.
Dennoch sind sich Experten einig, dass du mit natürlichen Zuckeralternativen wie Honig oder Ahornsirup eine gute Wahl triffst:Beides sind Naturprodukte ohne Chemie, die wertvolle Nährstoffe aufweisen und von unserem Körper – in wohl dosierter Form – gut verstoffwechselt werden können.
Honig ist naturbelassen, enthält Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Aminosäuren, wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Der Zuckeranteil beträgt 80 Prozent, die Zähne, Darm und Bauchspeicheldrüse schädigen. In Maßen genießen. Für Diabetiker, Veganer und Säuglinge nicht geeignet
Agavendicksaft wird aus der mexikanischen Agavenpflanze gewonnen. Er verfügt über einen hohen Fruchtzuckeranteil, kann Blähungen und Durchfall verursachen. In Maßen genießen. Nicht geeignet für Diabetiker und Personen mit Fruktosintoleranz.
Ahornsirup besteht aus eingedicktem Saft vom Zucker-Ahron. Für einen Liter benötigt man 40 Liter Baumsaft! Zuckerkonzentrat von fast 70 Prozent. Enthält Mineralstoffe und der Fruktoseanteil ist gering. Je heller der Ahornsiup, desto hochwertiger ist er. Nicht geeignet für Diabetiker.
Birkenzucker, auch Xylith genannt, ist reines kristallines Kohlenhydrat, wird heute aus Stroh, Getreidekleie und Maisspindeln gewonnen. Zuckerkonzentrat beträgt 40 Prozent, beugt Karies vor, verträgt sich nicht mit Hefe. Geeignet für Diabetiker.
Kokosblütenzucker ist krstallisierter Blütensaft von Kokospalmen, enthält Eisen, Magnesium und Zink und wenig Fruktose, hat aber genauso viel Kalorien wie 'normaler' Zucker. Wird in Südostasien gepflanzt und geerntet, reist also um die halbe Welt und deshalb nicht geeignet für einen guten ökologischen Fußabdruck.
Reissirup wird aus Reismehl und Wasser gekocht, ist sehr fruktosearm. Nicht geeignet für Diabetiker. Geeignet bei Fruktoseintoleranz.
Stevia stammt aus der gleichnamigen Pflanze, ist aber kein wirkliches Naturprodukt. Die Süße wird durch aufwendige chemische Verfahren isoliert und gewonnen. In Maßen genießen wegen seiner hohen Süßkraft. Expertenurteil: „Es gibt Studien, die eine geringe Toxizität aufgezeigt haben. Da die Sachlage in der Wissenschaft kontrovers ist, am besten nur in geringen Mengen konsumieren.
Kurz erklärt
Süßstoffe sind chemisch hergestellte oder industriell aus Pflanzen gewonnene Verbindungen mit extrem hoher Süßkraft. Sie kommen ohne Kalorien aus, es gelten aber streng festgelegte Höchstmengen. Dazu gehören beispielsweise Aspartam, Cyclamat, Saccharin oder Steviolglykoside. Zuckeraustauschstoffe haben eine ähnliche oder geringere Süßkraft als Haushaltszucker (Saccharose) und enthalten weniger Kalorien. Meist handelt es sich um Kohlenhydrate oder Zuckeralkohole wie Xylit oder Erythrit. Für sie gelten keine rechtlich festgelegten Höchstmengen.
Süßungsmittel oder Zuckerersatzstoffe ist quasi der Oberbegriff für Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe. Die europäische Zusatzstoffverordnung definiert alle Zusatzstoffe, die zum Süßen von Lebensmitteln und in Tafelsüßen verwendet werden, als Süßungsmittel. Im Zutatenverzeichnis vorverpackter Lebensmittel müssen sie entweder mit Klassennamen und Bezeichnung (beispielsweise: Süßungsmittel: Saccharin) oder unter ihrer E-Nummer genannt werden.
Der beste Tipp:
Zucker reduzieren. Unsere Geschmacksnerven gewöhnen sich oft sehr schnell an weniger „süß“. Und beim Backen reicht oft die HALBE MENGE des angegebenen Zuckers und der Kuchen wird trotzdem gut! Die beste Alternative zu Zucker ist weniger Zucker!
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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