Recklinghausen-Suderwich. Das sagt das Bundeszentrum für Ernährung (BzfE): Die Kartoffel ist eine wertvolle Knolle: Sie liefert so gut wie kein Fett, enthält aber Stärke, Ballaststoffe, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie ist kalorienarm, denn sie enthält rund 80 Prozent Wasser.
Beim Erhitzen nimmt die enthaltene Stärke einen Teil des Wassers auf und quillt. Stärke ist der Energieträger der Kartoffel, dieses Kohlenhydrat wird aber erst durch das Garen verdaulich. Kartoffeln liefern auch hochwertiges Eiweiß, nennenswerte Mengen Kalium, B-Vitamine und Vitamin C. Die Gehalte verringern sich allerdings je nach Zubereitungsverfahren und Lagerung deutlich. Beim Kochen, Dünsten oder Druckgaren geschälter Kartoffeln gehen im Durchschnitt rund 15 Prozent Vitamin C verloren.
Kartoffeln enthalten Flavonoide und Anthocyane. Einige der Stoffe können den Menschen möglicherweise vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs schützen. Andere „bekämpfen“ Bakterien, Viren und Pilze, können den Cholesterinspiegel senken, gegen Entzündungen wirken und den Blutzuckerspiegel oder die Immunreaktionen des Körpers positiv beeinflussen. Insgesamt ist die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe bei Kartoffeln sehr günstig, sodass sie in einer ausgewogenen Ernährung ihren festen Platz haben sollten.
Produkte wie Pommes frites und Knabberartikel enthalten allerdings große Mengen Fett und häufig auch ungünstige, gesättigte Fettsäuren. Also: nicht die Kartoffeln an sich liefern reichlich Kalorien, sondern fettreiche Kartoffelerzeugnisse.
Wer Astrid Lindgrens „Kochbuch“ mit Svea und Linus (Titel „Linus lässt nichts anbrennen“) gelesen hat, kennt »Janssons Versuchung«. Wird in Schweden gerne zu Weihnachten mit gebeiztem Lachs gegessen. Machen wir hier aus Kostengründen aber ohne.
Zutaten (für 4 Personen)
8 mittelgr. Kartoffeln (1 kg, mehlig kochend)
3 mittelgroße Zwiebeln (ca. 250 g)
1 Stange Lauch
2 EL Butter (ca. 50 g)
2 Dosen Appetitsild (à 65 g Abtropfgewicht)
1 Becher Sahne (200 ml)
3 EL Semmelbrösel (ca. 30 g)
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Appetitsild gibt es in flachen Dosen in der Supermarktkühltheke.
Und so wird’s gemacht
Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Zwiebeln schälen, halbieren, in feine Halbringe schneiden, Lauch putzen und in feine Ringe schneiden, alles in 1 EL Butter bei kleiner Hitze sanft anbraten, sparsam salzen und pfeffern, (der Appetitsild ist schon recht salzig und würzig).
Kartoffeln schälen und in grobe Stifte schneiden, etwa Pommes-frites-Größe. Appetitsild über einem Sieb abtropfen lassen – die Hälfte des Sudes aufheben. Den Fisch etwas ausdrücken, in Streifen schneiden.
Größere Auflaufform mit ½ EL Butter einfetten, Hälfte der Kartoffelstifte einfüllen, sparsam salzen + pfeffern. Die Zwiebel-Lauch-Mischung auf den Kartoffeln verteilen, dann die Appetitsildstreifen darauf verteilen, als letzte Lage die restlichen Kartoffelstifte, sparsam salzen + pfeffern. Den aufgefangenen Appetitsildsud darüber träufeln.
Sahne angießen, glatt streichen. Form ins Backrohr geben. Nach 45 Minuten die Form aus dem Ofen nehmen, Auflauf mit dem Löffel noch einmal glätten, dann die Brösel und die restliche Butter als Flöckchen auf dem Auflauf verteilen. Für weitere 15 – 25 Minuten (Garprobe) im Ofen lassen. Mit grünem Salat servieren.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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