Recklinghausen-Suderwich. Es wird nahezu täglich in der Küche eingesetzt: Speiseöl. Doch es gibt eine Vielzahl von Sorten, wie will man da noch durchfinden? Schließlich geht es um unsere eigene Gesundheit. Das SBW klärt auf.
Auf der Hitliste der beliebtesten Speiseöle in Deutschland steht derzeit Rapsöl auf Platz eins, gefolgt von Sonnenblumen- und Olivenöl. Aber wodurch unterscheiden sie sich? Welches eignet sich am besten zum Braten? Ist kalt gepresstes besser als raffiniertes? Und was ist mit Walnuss-, Lein- und Arganöl?
Wegen seines hohen Gehalts an Ölsäure ist Olivenöl sehr zu empfehlen. Die einfach ungesättigte Fettsäure kann das ungünstige Cholesterin im Blut senken – sofern sie gesättigte Fettsäuren etwa aus tierischen Lebensmitteln in der Nahrung ersetzt. Noch vorteilhafter ist Rapsöl, das mit der geschmacklichen Vielfalt von nativem Olivenöl extra allerdings nicht mithalten kann.
Rapsöl hat ein ideales Fettsäurespektrum: lediglich acht Prozent gesättigte Fettsäuren, 60 Prozent einfach ungesättigte Fettsäuren, 32 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren – davon etwa zwei Drittel Omega-6-Fettsäuren und ein Drittel Omega-3-Fettsäuren.
Kein so gutes Fettsäurespektrum wie Oliven- oder gar Rapsöl hat Sonnenblumenöl – dafür hat es einen besonders hohen Gehalt an Vitamin E, auch Zellschutz-Vitamin genannt. Schon zwei Esslöffel decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Insgesamt empfiehlt es sich, in der Küche verschiedene Öle zu nutzen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät: Höchstens ein Drittel des täglich verzehrten Fetts soll aus gesättigten Fettsäuren bestehen, der Rest aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, zum Beispiel aus Olivenöl und Rapsöl. Dennoch spricht nichts dagegen, gelegentlich Kokosöl in geringen Mengen zu verzehren. Kulinarisch kann es die Küche durch seinen Geschmack bereichern.
Raps,- Sonnenblumen- und Olivenöl werden am meisten verkauft. Aber auch andere Speiseöle können die Küche bereichern. Walnussöl gehört zum Beispiel zu den aromatischsten Ölen überhaupt. Kalt gepresstes Walnussöl schmeckt in Salat, Pesto und Dips. Es gibt gegartem Gemüse eine nussige Note. Auch Obstsalat oder Vanilleeis lassen sich mit Walnussöl verfeinern. Es sollte aber nicht erhitzt werden. Zudem wird es leicht ranzig, daher lieber nur kleine Mengen kaufen.
Leinöl etwa passt gut zu Quark mit Pellkartoffeln. Sparsam eingesetzt setzt es auch in Salatsoßen, Dips, Müsli und süßem Quark interessante Akzente. Für die heiße Küche ist Leinöl überhaupt nicht geeignet. Es sollte im Kühlschrank aufbewahrt und möglichst schnell verbraucht werden, denn es ist sehr empfindlich und wird schnell ranzig. Ein idealer Begleiter für asiatische Gerichte ist Sesamöl. Sesamöl aus ungerösteter Saat ist gut erhitzbar und eignet sich daher zum Anbraten, zum Beispiel von Fischgerichten oder zum Dünsten von Gemüse im Wok, raten Ernährungswissenschaftler.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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