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Mediation - Konfliktlösung einmal anders
Samstag, 21.08.2010 | Autor/Fotos SBW / Rüdiger Müller
Recklinghausen. Konflikte bestimmen zur Zeit ihr Leben? Eine Info-Veranstaltung zum Thema "Mediation", einer besonderen Art von Konfliktlösung, findet am 28. Oktober 2010 im SBW-Zentrum Suderwich statt.
Konflikte zwischen Menschen oder Gruppen entwickeln sich überall. Ehen werden geschieden, Beziehungen scheitern. Das ist schmerzhaft und bedauerlich, aber in manchen Fällen der einzige Weg.
Zerbrechende Partnerschaften enden meist in Enttäuschung, Trauer, Streit und Vorwürfen. Die Fähigkeit zur fairen Gesprächsführung geht dabei häufig verloren. Anwälte ersetzen dann das Gespräch der Partner. Es geht um Vermögenswerte und Unterhalt. Kinder werden zu Streitobjekten vor dem Familiengericht.
Mediation - eine wertvolle Alternative
Vor Gericht streiten kostet viel Geld und bringt selten den gewünschten Erfolg. Seit einigen Jahren gewinnt eine Alternative an Bedeutung: Mediation. Manche denken hierbei zuerst an esoterische Stressbewältigungsprogramme - “Meditation”. Dabei handelt es sich vielmehr um eine wiederentdeckte Methode zur Klärung und Erledigung von Streitfragen: Konfliktvermittlung.
Mediation (lat. Vermittlung) ist ein außergerichtliches, nicht öffentliches Verfahren konstruktiver Konfliktregelung, bei dem die Parteien eines Konflikts mit Unterstützung eines Dritten, des Mediators, einvernehmliche Regelungen suchen, die ihren Bedürfnissen und Interessen dienen. Ziel der Mediation ist eine verbindliche, in die Zukunft weisende Vereinbarung.
Der Mediator ist unparteiisch
Die Leitung und Moderation von Verhandlungen beziehungsweise der Konfliktbearbeitung wird einer besonders geschulten, unabhängigen und unparteiischen Vermittlungsperson ("Mediator") übertragen. Die Mediatoren entscheiden aber nicht in der Sache, nicht "für" oder "über" die Parteien. Die Parteien sollen ihre Lösung oder Regelung selbst finden, damit ihnen nicht eine "Lösung" durch einen Dritten (z.B. das Gericht) auferlegt wird.
Dabei stellt sich meistens heraus, dass man das "entweder - oder" überwinden kann und die Parteien - oft sogar über den ursprünglichen Streitgegenstand hinaus - "gewinnen", das heißt eine Lösung oder Regelung finden können, die ihren Interessen gleichermaßen dient.
Meditaion ist keine Rechtsberatung
In der Mediation findet keine Rechtsberatung statt. Die Mediatoren sind zu Unparteilichkeit und Neutralität sowie zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Mögliche Anwendungsbeispiele von Mediation sind:
• Trennung beziehungsweise Scheidung
• Generationskonflikte
• Nachlassauseinandersetzungen
• Nachbarschaftskonflikte
• Auseinandersetzungen zwischen Mietern und Vermietern
• Förderung der Konfliktfähigkeit von Schülern und Lehrern
Die Veranstaltung am 28. Oktober 2010 ist als erste Informationsveranstaltung konzipiert und wird etwa eine Stunde dauern. Eingeladen ist jeder, der aufgeschlossen gegenüber Alternativen zu bisher bekannten und gelebten Konfliktlösungen steht.
Hierbei spielt es keine Rolle, ob aktuell ein Konflikt im Raum steht oder einfach nur ein generelles Interesse am Mediationsverfahren besteht.
Der Referent, Rüdiger Müller aus Oberhausen, ist Diplomsozialpädagoge, Systemischer Familienberater und Mediator.
Um verbindliche Voranmeldung der Teilnehmer unter veranstaltung@nak-sbw.de der aber telefonisch (Tel: 0 23 61 - 582 37 86) wird gebeten.
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