Recklinghausen-Suderwich. Das neuapostolische Sozial- und Bildungswerk (SBW e.V.) wird zu Jahresbeginn 2027 die Beiträge für seine Mitglieder erhöhen. Dann werden mindestens 15 Euro (bislang 12 Euro) jährlich fällig. Das teilte SBW-Vorsitzender Andreas Hebestreit während der Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag mit.
Seit Gründung des Vereins im Jahr 2008 gab es keine Beitragserhöhung. Das wird sich nun ändern. Andreas Hebestreit nannte einige Gründe: „Die allgemeinen Kosten bei uns und die insbesonders zu Buche schlagenden Personalkosten sind seitdem besonders deutlich gestiegen.“ Und das um etwa 40 Prozent seit Vereinsgründung. Die Kosten für den Personalaufwand wurden für das Jahr 2025 mit 63.358 Euro angesetzt. Ein Jahr zuvor waren es noch gut 59.000 Euro.
Die Anhebung von 12 auf 15 Euro bedeutet eine Steigerung um 25 Prozent und erscheint dem Vorstand mit einer Belastung von 1,25 Euro pro Monat vertretbar. Dazu Hebestreit weiter: „Laut Satzung wäre der Vorstand alleine berechtigt, ohne Mitgliederbescheid die Beiträge selbstständig zu erhöhen. Doch wir wollten nicht über die Köpfe unserer Mitglieder entscheiden und sie vor vollendete Tatsachen stellen. Aus diesem Grund haben daraus einen Punkt zur Hauptversammlung gemacht.“ Aus den Reihen der erschienenen Mitglieder im SBW-Zentrum in Suderwich gab es dazu kein Veto, sondern breite Zustimmung.
Da es bei dieser Versammlung keine Vorstandswahlen sowie weitere Satzungsänderungen gab, verlief sie recht harmonisch. Hebebstreit: „Dennoch ist dieser 6. Juni für uns alles andere als ein reiner Pflichttermin. Heute ist der Tag, an dem wir gemeinsam die Weichen für die Zukunft des neuapostolischen Sozial- und Bildungswerks stellen.“
Unsere Kernaufgabe
Worum geht es? Es geht um Wachstum und neue Impulse in Vorstand und bei den Mitgliedern. „Wenn wir heute über die zukünftige Ausrichtung unseres Vereins sprechen, dann müssen wir den Blick ehrlich und mutig nach vorne richten“, ergänzte der SBW-Chef. Ein Verein lebe nicht nur von seiner Tradition und seinen Werten, sondern vor allem von den Menschen, die ihn tragen. „Und genau hier liegt unsere wichtigste Aufgabe: Wir müssen wachsen!“
Die sozialen und bildungsbezogenen Angebote des SBW seien wertvoll und wichtiger denn je. „Aber wir müssen es schaffen, diese Angebote noch sichtbarer zu machen. Wir wollen Menschen da draußen begeistern, die unsere Werte teilen und sich nach einer sinnvollen, gemeinschaftlichen Aufgabe sehnen“, sagte Hebestreit. Jedes neue Mitglied bringe neue Perspektiven, neue Energie und neue Ideen mit, die der Verein dringend brauche, um dynamisch zu bleiben. Hebestreit lud alle Teilnehmer der Hauptversammlung eindringlich dazu ein, „heute und in den kommenden Wochen als Botschafter für unser SBW aufzutreten!“
Vorstand verjüngen
Eng verknüpft mit der Mitgliederwerbung sei ein weiteres Herzensthema die Gewinnung junger Menschen für die Vorstandsarbeit. „Wir haben ein starkes Fundament und viel Erfahrung in unseren Reihen. Das ist unser größter Schatz. Doch damit dieses Fundament tragfähig bleibt, müssen wir rechtzeitig damit beginnen, die nächste Generation aufzubauen und einzubinden“, ergänzte Andreas Hebestreit.
Verjüngung im Vorstand bedeute nicht, das Alte über Bord zu werfen.Es bedeutet, Erfahrung mit Innovation zu verbinden. Hebestreit lud vor allem junge Menschen ein zur Diskussion: „Redet mit uns! Wir bieten euch unsere Unterstützung an. Bringt euch mit euren Ideen und Impulsen ein!“ Damit bestehe die große Chance, dass die Zukunft des Vereins aktiv mitgestaltet werden könne.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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