Recklinghausen-Suderwich. Per Gesetz gilt: Du musst alle leeren Batterien und Akkus zurückgeben. Der Hausmüll ist tabu. Das solltest du bei der Entsorgung von Batterien und Akkus beachten. Jetzt gibt es verschärfte Bestimmungen.
Das Wichtigste in Kürze:
Immer mehr Geräte benötigen die mobilen Energiespender. In Deutschland ist der Verbrauch an Gerätebatterien 2023 mit 55.197 Tonnen gesunken. 2022 wurden 63.133 Tonnen verkauft.
Insgesamt hat der Verbrauch im letzten Jahrzehnt jedoch stark zugenommen. Das heißt auch, mehr ausgediente Akkus und Batterien fallen als Abfall an. Damit diese nicht achtlos in der Mülltonne landen, ist der Handel zur kostenlosen Rücknahme verpflichtet: Egal ob Autobatterie, Blockbatterie, Knopf- oder Rundzelle – die oberste Nutzerpflicht heißt: "nach Gebrauch zurück".
Welches Ziel hat die neue EU-Batterieverordnung?
Seit August 2023 gilt eine neue EU-Batterie-Verordnung, die die bisherige EU-Batterie-Richtlinie von 2006 ersetzt. Die neue EU-Batterieverordnung soll EU-weit für einen nachhaltigeren Umgang mit Batterien sorgen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
In Deutschland müssen 50 Prozent der in Verkehr gebrachten Batterien und Akkus wieder zurückgenommen werden. Vorher waren es 45 Prozent. 2023 betrug die Sammelquote für Geräte-Altbatterien 50,4 Prozent. 2022 waren es 50,7 Prozent. Leider werden noch immer zu viele Altbatterien nicht recycelt oder unsachgemäß entsorgt.
Zusätzliche Tipps für die Entsorgung
Alle leeren Batterien und Akkus müssen zurückgegeben werden. Dies gilt unabhängig von Kennzeichnungen und Aufschriften. Der Hausmüll ist für die schadstoffhaltigen Energiespender tabu!
Knopfzellen, Akkus und Alkali-Mangan-Batterien sowie alle anderen Gerätebatterien aller Marken können kostenlos im Handel zurückgegeben werden – auch dann, wenn du keine neuen Energiezellen kaufst. Geschäfte müssen jedoch nur die Typen zurücknehmen, die sie auch im Sortiment führen oder geführt haben. Das heißt, wo sie zum Beispiel keine Knopfzellen kaufen können, müssen diese ausgedienten Energiespender auch nicht zurückgenommen werden.
In einigen Kommunen bieten auch die Entsorger Sammelboxen an, in die die alten Energieträger entsorgt werden können.
Kleinere Geräte mit eingebauten Batterien oder Akkus – wie etwa Armbanduhren – werden von den kommunalen Sammelstellen für und Händlern kostenlos zurückgenommen.
Ausgelaufene Batterien solltest du möglichst nicht ohne Gummihandschuhe anfassen. Falls es doch nicht anders geht, wasche dir danach gründlich die Hände.
Lithium-Batterien
Immer weiter verbreitet sind Lithium-Ionen-Akkus. Zur sicheren Handhabung dieser Batterien solltest du folgende Tipps unbedingt beachten:
Autobatterien
Auch Starterbatterien aus dem Auto kannst du kostenlos zurückgeben. Allerdings kann beim Kauf ein Pfand fällig werden, das du zurückbekommst.
Wird beim Kauf einer neuen Batterie keine alte abgegeben, muss der Händler 7,50 Euro Pfand verlangen – und darf das Geld erst wieder auszahlen, wenn die ausgediente Autobatterie abgeliefert wird.
Diese Vorgabe gilt auch für den Internethandel. Also auch beim Online-Kauf wird ein Pfand erhoben, das erstattet wird, wenn du die alte Batterie ordnungsgemäß zurückgibst.
Gib die alte Autobatterie nicht beim Internethändler ab, sondern bei einem stationären Händler vor Ort, dann ist dieser Händler verpflichtet, die Rücknahme – ohne Erstattung des Pfands – schriftlich oder elektronisch zu bestätigen. Mit diesem Nachweis, der aber nicht älter als zwei Wochen sein darf, solltest du dir das Pfand sofort vom Online-Handel zurückerstatten lassen.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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