Recklinghausen-Suderwich. Immer wieder stellen wir fest, dass in den Gemeinden der Neuapostolischen Kirche wenig, manchmal sogar nichts über das bekannt ist, was „das SBW“ tut und welche Leistungen geboten werden. Es könnten viel mehr Hilfebedürftigen unterstützt werden.
Wir, der Vorstand des Vereins und die ehrenamtlich Tätigen, sind dankbar, wenn unsere Mitglieder offene Augen und Ohren, ein gutes Gespür haben für die Not Einzelner in ihrer Gemeinde und Umgebung. Sie können dann auf die Angebote des Sozialwerks unserer Kirche aufmerksam machen.
Das sollte behutsam und mit Einfühlungsvermögen geschehen. Es ist gerade in unseren Reihen Manchen peinlich, wenn sie – „obwohl sie im Glauben stehen, sich in der Kirche einbringen“ – in Schwierigkeiten stecken. Schnell kommt der Gedanke auf „Warum lässt mein Gott das zu? Bin ich nicht gesegnet?“ Vertiefen sich solche Eindrücke, so legt sich auch auf die Glaubensfreude leicht ein Schatten.
Ansprachen mit dem Ziel, den Weg zum SBW zu weisen, müssen immer vertraulich, unter vier Augen und Ohren, zur rechten Zeit und am rechten Ort erfolgen, wenn sie erfolgreich sein sollen. Und wenn die Hilfe dennoch nicht gesucht wird? Dann ist das so. Der Schritt dazu muss immer freiwillig geschehen. Drängen hilft nicht, liebevoller Zuspruch eher.
Wo und wie können die im SBW tätigen Mitarbeitenden helfen?
(1) Herausforderungen im Alltag
Unser Alltag ist manchmal kompliziert. Schreiben von Behörden, von der Bank oder der Versicherungsgesellschaft, Nebenkostenabrechnungen des Vermieters, Verträge mit dem Strom- oder Internetanbieter, Mahnschreiben, Vollstreckungsandrohungen und vieles mehr. Nicht jeder Mensch kann die Inhalte solcher Schriftstücke umfänglich erfassen.
Nicht Jeder oder Jede kann auf solche Post richtig reagieren.
Unsere Hilfe:
(2) Das Einkommen reicht nicht.
Es gibt vielfältige Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu erhalten. Man muss nur wissen: wo und wie. Nicht immer werden die nach einem entsprechenden Antrag erteilten Bescheide der persönlichen Situation gerecht. Dann hilft der Blick in die Gesetze und Bestimmungen.
Manchmal muss auch das Ausgabeverhalten überprüft werden. Was muss, was kann, was nicht? Wie kann ich meine Zahlungsverpflichtungen neu ordnen?
Unsere Hilfe:
(3) Ich kann nicht mehr alle Verpflichtungen bezahlen! Bin überschuldet!
Das ist kein Makel. Im Jahr 2024 waren rund 5,56 Millionen Menschen in Deutschland überschuldet. Das ist jeder Zwölfte. In der Altersgruppe der Rentner und Rentnerinnen steigt der Anteil der Überschuldeten von Jahr zu Jahr.
Die Gründe für eine Überschuldung sind vielfältig: veränderte Einkommensverhältnisse, unvorhersehbare Ereignisse in Beruf und im Privaten, Fehler bei der Kalkulation des Machbaren. Das kann fast Jeden treffen.
Unsere Hilfe:
(4) Vorsorge im weitesten Sinne
Was passiert, wenn ich hilflos und von anderen Menschen abhängig werde? Wer kann dann für mich handeln? Wer entscheidet wie, wenn ich todkrank bin und meinen Willen nicht mehr äußern kann? Ich will nicht durch Apparate künstlich am Leben erhalten werden! Was soll mit meinem Vermögen nach meine Tod geschehen? Wie kann ich eine Bestattung nach meinen Vorstellungen sicherstellen?
Unsere Hilfe:
Wir bieten noch einiges mehr. Die weiteren Ausführungen hätten diesen Artikel jedoch zu lang werden lassen, so dass der zweite Teil am 26. Februar erscheinen wird.
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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