Recklinghausen-Suderwich. Wenn wir in den vergangenen Wochen auch viel Regen hatten – Hitzewellen werden nicht ausbleiben. Heiße Tage bedeuten für ältere und pflegebedürftige Menschen eine besondere Belastung. Und das gilt auch für Kinder.
Hitzewellen frühzeitig erkennen
Das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weist zeitig und zuverlässig auf zu erwartende Hitzeperioden hin, besonders auf Extrem-Hitze. Angezeigt wird auch der Hitzetrend für die nächsten fünf Tage – mit Hinweis auf Wohnort und Landkreis.
Wer ist vor allem Hitze-betroffen?
Ab 65 Jahre verlangsamt sich die Regulierung der Körpertemperatur, der Stoffwechsel verändert sich, das Durstgefühl ist verringert. Risiko: der Körper überhitzt, kann sogar austrocknen. Säuglinge und Kleinkinder haben einen höheren Stoffwechsel und produzieren weniger Schweiß. Zudem brauchen sie mehr Zeit, um sich an die Hitzeperiode anzupassen.
Akute oder chronische Erkrankungen können nachteilig auf die Regulierung der Körpertemperatur wirken. Hitze kann Symptome verschlimmern oder die Wirkung von Medikamenten verändern. Suchterkranke können ein verringertes Durstgefühl haben. Hitzebedingte Symptome werden evtl. nicht ernst genommen.
Wer körperlich schwer oder im Freien arbeitet, ist rascher erschöpft, die Konzentration lässt rascher nach. Wohnungslose Menschen können sich nur schwer vor Hitze schützen.
In dichter Wohnbebauung, in Städten, wird mehr Hitze gespeichert. Das führt zu erhöhter Belastung der dort wohnenden Menschen.
Maßnahmen vor der Hitzewelle
Was in der Hitzewelle bedenken?
Die Wohnung kühl halten!
Den Körper vor Überhitzung schützen
Viel trinken bei gesunder Abwechslung
Hier Rezepte für aromatisiertes Wasser.
Leichtes Essen
In Hitzezeiten sollten pflegebedürftige Menschen mehrmals am Tag kleine, leichte Mahlzeiten zu sich nehmen.
Arzneimittel
Manche Medikamente müssen besonders gelagert werden, z.B. kühl und trocken, im Kühlschrank oder unter Berücksichtigung einer Maximal-Temperatur.
Der Arzt sollte entscheiden, ob die Dosis für regelmäßig genommenen Medikamente bei großer Hitze verändert werden muss. Das kann besonders bei blutdrucksenkenden und entwässernden Medikamenten erforderlich werden.
Kühle im Freien nutzen
Warnsignale
Weitere Infos
Informationen zu Gesundheitsrisiken bei Hitze oder Verhaltenstipps und auch Tipps für pflegende Personen sowie einen beispielhaften Tagesplan, um Auswirkungen der Hitze zu minimieren bietet das „Infoportal Hitze und Gesundheit“, zu finden unter www.hitze.nrw.de.
(Quelle: Pflege von Angehörigen bei Hitze: Was muss ich beachten? | Verbraucherzentrale NRW )
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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