Recklinghausen-Suderwich. Es sind für den Vorsitzenden des Neuapostolischen Sozial- und Bildungswerkes (SBW), Andreas Hebestreit, vier wichtige Dinge, die er zur Förderung des Vereins noch in diesem Jahr anstoßen möchte: die Mitgliederentwicklung muss sich verbessern, der Bekanntsheitsgrad muss gesteigert werden, der Verein soll mehr Präsenz zeigen. "Wir müssen wieder mehr in die Fläche gehen", sagte der Vorsitzende bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag in der SBW-Geschäftsstelle. "Corona ist keine Ausrede mehr!"
679 Mitglieder zeigt die Statistik zum Jahresende 2023. "Wir haben uns all die Jahre so um die 700 Mitglieder eingependelt, mal mehr, mal weniger", stellt Andreas Hebestreit fest. "Aktuell haben wir sechs Neuzugänge, darunter auch einige Junggebliebene. Und die brauchen wir dringend, ansonsten kann sich unser SBW nicht günstig entwickeln", macht er Werbung für mehr Engagement bei der Mitgliedergewinnung.
Zum Thema Bekanntheitsgrad fügt der Vorsitzende an: "Sie trägt dazu bei, dass wir noch bekannter werden, dass man über uns und von uns spricht." Hebestreit regt an, schon in diesem Jahr mehr in die Fläche zu gehen, mehr die breite Öffentlichkeit über die Angebote des SBW zu informieren. "Das können zum Beispiel auch Vorträge sein, wie in den vergangenen Jahren auch. Und wir brauchen dazu auch Fachleute, die diese Vorträge leisten können", macht er den anwesenden Mitglieder Mut, sich umzuhören und entsprechende Vorschläge zu machen.
Von einem ziemlich hohen Altersdurchschnitt bei den Mitgliedern spricht sein Stellvertreter im Vorstand, Wolfgang Wegener. "Wir bewegen uns zwar schon auf sehr hohem Niveau, aber wir werden alle älter und ich wünsche mir einen größeren Betreuerkreis. Dafür brauchen wir eure Unterstützung", ruft er den Mitgliedern zu.
Projekt läuft zäh an
Wegener spricht sein vor mehr als einem Jahr ins Leben gerufene Projekt "Alltagshilfe" an: "Wir vom Vorstand wünschen uns mehr Anregungen aus den Kirchengemeinden, sonst funktioniert das nicht." Es gehe um Angebote zur Aus- und Weiterbildung. "Wir haben schon einige Anläufe gemacht, aber es zieht sich hin und wir müssen neue Zugänge finden." Bezirksapostel Rainer Storck habe das Projekt ausdrücklich genehmigt. "Und wir können dabei auch aus Mitteln der Pflegekasse hoffen. Das SBW sichert das Projekt auch mit einer enstsprechenden Versicherung ab, so dass die Betreuer keine Angst haben müssen, für einen Fehler einstehen zu müssen."
Klaus Bühmann, Leiter der SBW-Geschäftsstelle in Suderwich und Leiter des Projektes BBE (Beratung, Bildung, Erholung), gibt einen kurzen Überblick über die Sommer-Auszeit in Haus Haard. "Diesmal sind Familien mit Kindern und die Personengruppe 55Plus gemeinsam eingeladen, mitzumachen. Im nächsten Jahr planen wir wieder zwei separate Freizeiten, wie gewohnt. Im Sommer 2025 sind dazu Familien mit Kindern eingeladen und im Herbst die Generation 55Plus. Die evangelische Freizeitstätte in Bad Hersfeld können wir leider nicht mehr buchen, sie hat Ende 2023 ihren Betrieb eingestellt." Dafür stellt Bühmann im Sommer 2026 die Unterbringung der Teilnehmer in Bungalows im Vogelbergsdorf Herbstein in Hessen in Aussicht. Weitere Einzelheiten dazu gibt es in ein paar Monaten."
Apostel Gerd Kisselbach ist aktiv im Beirat der NAK West tätig und kennt das SBW bereits ziemlich gut. "Mittlerweile bin ich auch Mitglied im Verein und davon überzeugt, dass hier sehr gute Arbeit geleistet wird", sagt er bei der Begrüßung, und bringt auch die Grüße vom Bezirksaposteln und allen Aposteln und Bischöfen der Gebietskirche mit. "Als ich mich mit dem SBW beschäftigte, fiel mein Blick auf die Homepage und auf die rechte Seite, wo ein Artikel die Überschrift "Mitarbeiter gesucht" trägt. Für mich heißt das unter anderem, aktiv zu werden für den Nächsten und der Nächstenliebe zu dienen. Ich werde ab sofort nicht aufhören, für den Verein zu werben!"
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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