Recklinghausen-Suderwich. Bargeld wird immer weniger beim Einkauf eingesetzt. In Schweden zum Beispiel steht an mancher Ladentür „Vi hanterar ej kontanter.“, heißt auf Deutsch: „Wir akzeptieren kein Bargeld.“ Dort werden 95 Prozent der Einkäufe vor Ort mit Karten und Bezahl-Apps getätigt. Viele Banken dort haben ihre Geldausgabeautomaten abgeschafft.
Norwegen ist noch weiter. Dort wird fast gar nicht mehr mit Bargeld bezahlt. Acht von zehn Transkationen laufen über eine Handy-App. Diese Entwicklung schreitet auch in den Niederlanden und in Finnland fort. In Afrika und Asien ist bargeldloses Zahlen – auch von Kleinstbeträgen – sehr verbreitet. Die Deutschen hängen noch dran, am Bargeld.
Aber auch das ändert sich mehr und mehr.
Wie funktioniert kontaktloses Bezahlen?
Zum Einsatz kommen die herkömmlichen Karten – GiroCard oder Kreditkarte. Außerdem bieten die meisten Smartphones oder Smartwatches diese Möglichkeit.
Bei den beiden elektronischen Geräten benötigst du zum „Mobile Payment“ eine Bezahl-App. Die wird von Apple (Apple-Pay) und Google (Google-Pay) i.d.R. automatisch angeboten. Auch Händler (LidlPay, NettoApp) und Banken/Sparkassen oder Bonusdienste (PaypalApp, Payback-Pay) stellen solche Anwendungen zur Verfügung.
Die Funktionsweisen können unterschiedlich sein. Bei der App wird zumeist eine Kredit- oder GiroCard hinterlegt, über die dann Zahlungen abgerechnet werden. (Einkäufe über die Handy-Rechnung sind aber etwas anderes. Davon raten wir ab. Es kann zu ungewollten Abos kommen. Vermeidet wird das durch Einrichtung der Drittanbietersperre bei den Handy-Einstellungen.)
Der Datenaustausch mit den Kassengeräten läuft über die NFC-Schnittstelle, über den Near Field-Communication-Chip, also den Nahfelddatenaustausch. Das funktioniert, wenn dieser Chip – entweder in der Karte, im Handy oder der Smartwatch verbaut – bis auf wenige Zentimeter an das Lesegerät einer Kasse oder eines „Lesers“ herangeführt wird.
So kann man bis zu 50 € zahlen, ohne eine PIN eingeben zu müssen. Die benötigst du erst bei Einkäufen von mehr als 50 €.
Sicherheit
Kontaktloses Zahlen gilt als sicher. Dafür sorgen diese Regelungen:
Verlust sofort melden – 116 116
Bei Verlust der Karte oder des Mobilfunkgeräts kannst du evtl. mit bis zu 50 € haften – wenn du den Verlust nicht rechtzeitig meldest. Dafür gibt es den Sperrnotruf 116 116 – jeden Tag und rund um die Uhr besetzt. Im Inland ohne Vorwahl erreichbar, aus dem Ausland mit der +49 30 4050 4050.
Sperren lassen kannst du dort Giro- und Kreditkarten sowie SIM-Karten. Anzugeben sind deine Kontonummer, das Kreditinstitut und – bei Geräten – deine Mobilfunk-Nummer. Nutzt du für das mobile Zahlen Paypal, raten wir zur Anzeige beim dortigen Kundendienst.
(Quelle: Infoblätter von Banken und Sparkassen)
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