Recklinghausen-Suderwich. Im Beitrag Pflege/Teil 39a hatten wir informiert zu 1. Personen per Tracker, 2. Blutdruckmessgeräte melden an den Arzt, 3. Aufstehhilfe, 4. Tablettenspender – auch elektronisch, 5. Pflegeroboter im Alltag, 6. Saugroboter, 7. Seniorenhandys, und 8. Tablets für jedes Alter. Hier nun die Fortsetzung zum Thema „altersgerechte, digitale Assistenzsysteme“ (Neudeutsch: Ambient Assisted Living, kurz: AAL).
9. Lichtsteuerung und mehr
Die kann noch viel mehr: mit Hilfe von Smartphone oder Tablet regelst du die Heizung oder einzelne Wärmequellen, öffnest und schließt du die Rollläden. Bedingung dafür ist ein stabiles Heimnetzwerk.
Das geht auch ohne den herkömmlichen Schlüssel. Wie in Hotels kannst du auch deine Türen mit Chip oder Transponder öffnen. Bei Verlust wird der Chip gesperrt und du kaufst für weniger als 20 Euro einen neuen. Eine Alternative ist ein Fingerabdruck-Scanner an der Haustüre.
Schlüssel, Brillenetui, Geldbörse verlegt? Passiert nicht nur im Alter. Die Sucherei kostet Zeit und Nerven. Da hilft der Schlüsselfinder, ein Mini-Empfänger, den du an den Schlüsselbund hängst. Kostet ab 15 Euro. Betätigst du den Sender, folgst du einem deutlich hörbaren piepen. Sender und Empfänger arbeiten per Bluetooth, also ohne Internetverbindung, und funktionieren meist in Reichweiten bis zu 60 oder gar 100 Metern.
Fürs Portemonnaie gibt’s den Finder auch im Scheckkartenformat.
Moderne Fernseher sind Multitalente. Nutzbar auch als PC mit Internetanschluss, zum Musik hören, Spiele spielen, Filme aus der Mediathek ansehen. Das TV-Gerät kann sogar zeigen, wer gerade an der Tür geklingelt hat.
Auch hier kommt das Smartphone in Verbindung mit einer Smart-Home-Einrichtung zum Einsatz, per Infrarot-Verbindung oder per App über das Heimnetzwerk. Besonders bequem ist eine Steuerung per Sprachassistent.
Und steht noch der Topf drauf? Diese Fragen haben schon Manchen nach Verlassen seines Hauses höchst beunruhigt.
Hier hilft eine Herdabschalt-Automatik. Sie schaltet nach einer zuvor eingestellten Zeit, etwa 30 Minuten, den Strom ab. Alternative: der Anwesenheitsdetektor. Da funktioniert der Herd nur, solange eine Person im Raum steht oder umherläuft. Verlässt sie die Küche, geht der Herd nach einer gewissen Zeit aus.
14. Alarm nach Sturz
Wir hatten schon davon berichtet, dass Notrufsysteme oder Smartphones den Sturz einer Person registrieren und einen Notruf absetzen können. Eine Alternative ist ein “Falldetektor“, der mit SIM-Karte, Ortungsmöglichkeit und Notrufknopf ausgestattet ist. Wenn sich eine Person erst stark und dann gar nicht mehr bewegt, gibt der Detektor Alarm und wählt eine vorgegebene Telefonnummer.
Einen weiteren Schutz für Senioren bieten „Sensortrittmatten“ vor dem Bett, die über Funk einen Alarm auslösen, wenn ein Mensch darauf tritt oder fällt. Solche Matten, ebenso wie Bewegungsmelder oder Dämmerungssensoren, können auch die Orientierungslichter anschalten. Die Geräte funktionieren über einen Stromanschluss oder über Batterie. Der Alarm kann an einen separaten Empfänger weitergeleitet werden.
15. Telefon- und Türklingelverstärker
Wer schlecht hört, nimmt evtl. Telefon oder Türklingel kaum noch wahr, vor allem am anderen Ende der Wohnung oder auf der Terrasse. Verstärker lösen das Problem. Sie bestehen aus einem Sender, der den Klingelton auf einen oder mehrere Empfangsgeräte überträgt. Diese tönen laut, leuchten oder vibrieren. Für gehöreingeschränkte Menschen übernimmt die Pflegekasse die Kosten.
16. Türsprechanlage mit und ohne Bild
Nicht jede Person sollte Zutritt zur Wohnung haben. Die Türkette ist meist ein nicht sehr sicherer Schutz, vor allem nicht bei Menschen mit unguten Absichten. Eine Gegensprechanlage macht es möglich, mit dem Besucher zu sprechen. Noch mehr Sicherheit bietet eine Kamera, die Person vor der Türe zeigt.
Türüberwachung geht auch von unterwegs. Per Smartphone siehst du wer geklingelt hat und kannst mit der Person sprechen. Hilfreich auch, wenn der Paketbote kommt und du nicht zuhause bist. Vielleicht kannst du ihm dann sogar aus der Ferne das Garagentor öffnen und ihn bitten, das Paket abzulegen. Das Innere der Garage hast du per Kamera im Blick und kannst danach das Tor per Fernbefehl wieder schließen.
17. Alarmanlage
Eine einfache Lösung: ein Bewegungsmelder schaltet das Außenlicht an und aktiviert einen Alarmton. Das funktioniert auch mit Meldern, die es registrieren, wenn sich jemand an Fenster oder Balkontür zu schaffen macht.
18. Feuer, Gas, Wasser
(Quelle: Verbraucherzentrale)
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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