Ihr Lieben alle, ob Mitglied des Vereins, dem Neuapostolischen Sozial- und Bildungswerk zugewandt oder auch nur Zufallsbesucher unserer Medien, gemeinsam mit dem Team des Vorstands und der Geschäftsstelle um mich herum ist es uns auch dieses Jahr ein herzliches Anliegen, einen Augenblick vor dem Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel innezuhalten, um das Jahr 2023 nicht wortkarg seinem Ende entgegenplätschern zu lassen.
In diesem Jahr feiern wir Weihnachten erneut in einer Zeit der globalen Krisen. Statt, wie wir wohl alle gehofft haben, mit weniger Nöten kämpfen zu müssen, sind es mehr geworden. Die Ukraine kämpft um ihr Überleben, der Nahe Osten explodiert, in weiten Teilen der Welt herrschen omnipräsenter Krieg, Hunger und Armut – und das Wenigste davon bekommen wir überhaupt mit. Dazu kommt, dass das Gefühl der sozialen Sicherheit im eigenen Land schwindet. In dieser Situation ist es wichtiger denn je, dass wir im christlichen Geist zusammenstehen und uns füreinander einsetzen.
Das Neuapostolische Sozial- und Bildungswerk ist ein kirchliches Hilfswerk, das sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für die Bewältigung von Lebenskrisen einsetzt. Wir arbeiten jeden Tag daran, Menschen in Notlagen zu unterstützen. Herzlichen Dank an jeden, der uns dabei mit seinen Möglichkeiten unterstützt – wie auch immer!
Unsere Arbeit ist daher unverzichtbar, um Menschen in Not ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen – auch wenn sie nicht wirkmächtig erscheinen mag. Aber eine helfende Hand weniger bedeutet auf der anderen Seite eine, die sich alleingelassen fühlen muss. Lasst uns Hände reichen!
Die Aphoristikerin Roswitha Bloch schrieb einmal: „Wenn es nicht ausgerechnet Weihnachten wäre, könnten wir mal so richtig Zeit füreinander haben.“ Mein leiser Appell für diese Zeit ist: Lasst uns den Rest des Jahres und möglichst viel Zeit auch danach nutzen, Zeit füreinander zu haben. In der Familie, in der Pflege von Freundschaften, in der Kirchengemeinde – wo auch immer.
Übrigens: Als „die drei Weisen aus dem Morgenland“ (vgl. Mt. 2) sich aufmachten, um Jesus Christus in Bethlehem zu finden, war am Ende nicht Gold, Weihrauch oder Myrrhe das dargebrachte Geschenk. Das Geschenk war: Sich Zeit, viel Zeit zu nehmen und sich auf den Weg zu machen für Begegnung.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen von Herzen intensive Zeiten der Begegnung, die einander trägt.
Herzlich,
Euer
-Andreas Hebestreit. -
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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