Recklinghausen-Suderwich. Gurken schmecken nicht nur ausgezeichnet, sie fördern auch die Gesundheit. Besonders bekannt ist ihre Wirkung bei Hautproblemen. Auch Diabetiker können von den Wirkungen der Gurke profitieren. Zurzeit sind noch regional angebaute und geerntete Gurken im Handel zu bekommen. Danach kommen unsere Gurken zumeist aus Spanien. Wir raten dann aus Umweltschutzgründen vom Kauf ab.
Die Gurke gehört zur Familie der Kürbisgewächse. Sie stammt ursprünglich aus Indien, wo die Wildform (Cucumis hystrix) bereits vor Jahrtausenden kultiviert wurde. Von hier aus hat sich die Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse zunächst in allen warmen Regionen der Alten Welt ausgebreitet.
Doch selbst in Nordeuropa konnte sie im Vergleich zu anderen Kürbisgewächsen Fuss fassen, da sie relativ kältetolerant ist und ihre Früchte sehr schnell erntereif sind. Quellen zufolge eroberte die Kukumer den Mittelmeerraum um 200 v. Chr.
Die Nährwerte
Die frische Gurke hat einen hohen Wassergehalt, sie besteht zu 97 Prozent aus Wasser und ist damit das wasserreichste Gemüse überhaupt. Sie liefert daher auch nur 12 kcal pro 100 Gramm Gemüse. Pro 100 g enthält die frische/rohe Kukumer die folgenden Nährstoffe:
In der Kukumer steckt ein ganzes Sammelsurium an Vitaminen und Mineralstoffen. Wenn das Gemüse Blähungen verursacht, kannst du es für einige Minuten blanchieren und dann in kaltem Wasser abschrecken oder statt Gurkensalat köstliche Schmorgurken zuzubereiten.
Oft sind die Verdauungsbeschwerden auf die enthaltenen Ballaststoffe oder Lektine zurückzuführen. Da diese sich vordergründig in der Schale, aber auch in den Samen verbergen, kann das Schälen und Entkernen das Gemüse bekömmlicher machen. Andererseits steckt in den Schalen eine Menge Gesundheit. Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Verdaulichkeit ist das Würzen mit Kümmel oder Dill und auf sorgfältiges Kauen zu achten.
Forscher haben die Kukumerschale genau analysiert und dabei festgestellt, dass diese besonders reich an Mineralstoffen ist. Zudem hat sich gezeigt, dass in der Schale und insbesondere in den feinen Stacheln sehr viel Silizium steckt, das laut Studien die Gesundheit der Haare, Haut, Nägel und Knochen fördert. Eine andere Studie hat ergeben, dass ein aus Gurkensamen gewonnenes Extrakt gegen freie Radikale wirkt und die Darmflora positiv beeinflusst.
Ob nun blanchiert, in Form von Rohkost oder Gurkenwasser: Ein weiterer Vorteil des Fruchtgemüses ist, dass es zu den basischsten Gemüsesorten zählt. Sie trägt demnach dazu bei, ein Übermaß an Säuren abzubauen, die durch Genussmittel wie Kaffee und Alkohol, aber auch Fleisch und Stress entstehen können.
Bei Lebensmittelunverträglichkeiten oder Allergie bereitet Kurkumer meist keine Probleme, da sie nur wenig Zucker enthält und zudem ein ausgewogenes Fructose-Glucose-Verhältnis aufweist. Ist dieses kleiner oder gleich 1 – wie im Falle der Kukumer – sind Lebensmittel bei einer Fructoseintoleranz tendenziell eher verträglich.
Die Gurke enthält verschiedene Antioxidantien. Dazu zählen einerseits Vitamine wie Vitamin C und Mineralstoffe wie Kupfer und andererseits sekundäre Pflanzenstoffe wie Betacarotin. Oft wird grünes Gemüse wie die Kukumer nicht mit den gelblichen bis rötlichen Carotinoiden in Verbindung gebracht, und dennoch sind sie vorhanden.
100 Gramm des Gemüses reichen schon aus, um die empfohlene Betacarotin-Tagesdosis fast zu 20 Prozent zu erfüllen. Der Farbstoff Betacarotin ist einerseits wichtig, da er im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird, andererseits wirkt er als Radikalfänger und kann in Folge vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen.
In der Küche
Wir lieben es, Gurken im Salat unterzubringen. Im Hochsommer ist eine Gurkensuppe sehr erfrischend, und zum Snacken ist sie sowieso immer geeignet.
Auch Schmorgurken kannst du ganz einfach und schnell zubereiten. Schneide deine Gurken längs durch und entferne die Kerne. Schneide die Gurken in kleine Stücke, ebenso schneidest du eine Zwiebel in Stücke. Die Zwiebel wird etwas angedünstet, bevor die Gurke dazu kommt. Nun gibst du noch Creme fraiche dazu und lässt die Gurken eine Weile schmoren. Du kannst die Leckerei mit Salz, Pfeffer, Dill, Petersilie oder Liebstöckel nach Belieben würzen und mit gekochtem Reis begleiten. Guten Appetit!
© Gruppe Sozial- und Bildungswerk
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