Recklinghausen-Suderwich. Gutes Einkommen, hoher Standard, Anerkennung, Bewunderung – fühlt sich doch gut an! Aber glücklich macht es nicht. Dafür brauchen wir vor allem andere Menschen, die uns Gutes tun und denen wir Gutes tun.
Die Harvard University (USA) begleitet seit nunmehr 85 Jahren die Lebenswege von 724 Männern und deren Angehörigen. Es handelt sich dabei um Informationen der Technikerkrankenkasse um die längste Entwicklungsstudie der Welt. Berücksichtigt wurden anfangs junge Männer , die an der Universität ein Studium begannen, und andere aus ärmeren New Yorker Stadtvierteln. Sie ergriffen Berufe, gründeten Familien, machten Karriere. Einer von ihnen war John F. Kennedy, der spätere Präsident.
Regelmäßig wurden die Teilnehmer befragt, zu Familienleben, Ehe, Arbeit, Freundschaften, Erfolge und Misserfolge, Meinung zum Leben. Ergänzt wurden die Erkenntnisse durch Arztberichte, Blutabnahmen, Gehirn-Scans.
Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie: nicht Reichtum, Erfolg, Klugheit oder gute Cholesterinwerte waren entscheidend für eine gute Gesundheit, Glück und langes Leben, sondern ob jemand mit den Menschen in seiner Umgebung befriedigend verbunden war.
Die mit 50 in guten Beziehungen lebten, waren mit 80 körperlich und seelisch am gesündesten.
Fazit: Gute Beziehungen machen uns glücklicher und gesünder.
Wer sich einsam fühlt hat, hat dagegen einen gesundheitlichen Risikofaktor, der Gefahren aus Rauchen, Bewegungsmangel und Luftverschmutzung in nichts nachsteht.
Untersuchungen zeigten: Schon kleine Schritte bei der Suche nach Nähe können Erfolg bringen, z.B. Small-Talks im Geschäft, auf der Straße, mit Nachbarn. Kleine Gesten der Freundlichkeit wirken beidseitig positiv.
Wenn du dich für andere engagierst – egal ob in der Familie, im Job, im Ehrenamt – lässt das dich aufleben. Es gibt viele Möglichkeiten – Aushilfe bei der Tafel, Lernen mit Kindern oder Zugewanderten, der Einkauf für ältere Nachbarn, Begleitung zum Arzt oder zu kulturellen Veranstaltungen, das Gespräch mit einsamen Menschen, Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr, Tier- und Umweltschutz in der Kirchengemeinde. Alles entsprechend deinen eigenen Interessen, Fähigkeiten und Möglichkeiten – nach dem Motto des SBW: Dienet einander, ein jeglicher mit den Gaben, die er empfangen hat. (1. Petrus 4,10)
Das Neuapostolische Sozial- und Bildungswerk sucht Helfer:innen im Ehrenamt, schult und begleitet sie, sichert sie gegen Risiken ab. Wenn du dich angesprochen fühlst, melde dich bei uns: info@nak-sbw.de oder Telefon 0 23 61 58 23 78 6.
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